You and Me [Father/Son toddler! Tony] Thread 3 [Teil 3.1 vom 26.08] |
ElmoVsBibo

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| You and Me [Father/Son toddler! Tony] Thread 3 [Teil 3.1 vom 26.08] |
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Teil 2.6 vom 22.07.
Vier Tage später ging es Tony bereits viel besser. Er schaffte es mittlerweile wieder mehr als eine Stunde am Stück wach zu bleiben, sein Husten hörte sich zwar noch immer schrecklich an, war aber weniger geworden, nachdem der Kleine tagelang manchmal pausenlos diesen Schleim ausgespuckt hatte, der sich an seinen Lungen festgesetzt hatte. Die Ärzte hatten gestern auch seine Medikamentendosis gesenkt, da sein Fieber nach 24 Stunden nicht wiedergekehrt war..
Jethro freute sich über all diese Dinge, denn sie bedeuteten, dass es seinem kleinen Jungen besser ging. Aber das alles war nichts gegen das Grinsen in seinem Gesicht, oder das warme Gefühl, dass sich in ihm ausbreitete, jedes Mal wenn Tony lachte.
Und heute lachte er viel.
Anthony schien einen guten Tag zu haben. Nachdem der Dreijährige aufgewacht war, hatte Jethro ihm erst einmal erlaubt sich eine Trickserie anzusehen. Allerdings unter der Bedingung, dass er dabei auch etwas aß.
Das war momentan ein großes Problem. Gibbs wusste, dass diese Krankheit seinem Jungen, der normalerweise alles aß, was auch nur annähernd nach Essen aussah, den Appetit verdorben hatte. Doch in den letzten Tagen, in denen er endlich mal wieder genauer hingesehen hatte, war ihm aufgefallen, dass Tony einige Kilo abgenommen hatte. Was bedeutete dass der Kleine nicht erst seit er im Krankenhaus war nicht mehr aß. Das musste schon länger so gehen.
Und wenn er sich nicht so auf seine Arbeit konzentriert hätte, dann wäre ihm dies auch aufgefallen.
Doch noch bevor er diesen Gedanken weiterführen konnte, schlangen sich plötzlich zwei kleine Arme um seinen Hals.
“Können wir gehen, Daddy? Bitte”, flehte der Kleine. Allerdings musste Jethro gestehen, dass er keine Ahnung hatte, wovon Tony sprach. Der Dreijährige hatte sich mit seinem Großvater unterhalten und irgendwann hatte Gibbs davon nichts mehr mitbekommen.
Wobei das auch gar nicht so wichtig war. Denn so wie der Dreijährige sich an ihn klammerte und ihn anflehte, konnte er ihm sowieso nicht widerstehen. Er konnte das Gesicht seines Sohnes zwar im Moment nicht sehen, aber allein die Vorstellung an diesen Hundeblick, den der Kleine in den letzten drei Jahren perfektioniert hatte, ließ ihm das Herz schmelzen und gab ihm die Gewissheit, dass er selbst Ja sagen würde, wenn Tony ihn fragen würde, ob er mit ihm auf den Mond fliegen würde.
“Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr zwei mich mal wieder zu Hause besuchen würdet”, sagte Jackson plötzlich, als er erkannte, dass sein Sohn keine Ahnung hatte, wovon der Kleine Sprach.
Leroy hatte in den letzten Tagen die Gewohnheit entwickelt in seinen eigenen Gedanken zu versinken. Nicht dass er nicht auch schon vorher ein nachdenklicher Mensch gewesen wäre. Genau das war ja eigentlich das Problem. Er dacht manchmal zu viel nach. Und ganz besonders, in einer Situation wie dieser, wenn er machtlos war etwas zu tun.
Und es endetet immer wieder damit, dass er sich die Schuld für etwas gab, für das er nichts konnte und das er auch nicht hätte ändern können.
Jack konnte seinen Sohn verstehen. Wäre er in dieser Situation gewesen, würde es ihm wahrscheinlich nicht anders gehen. Als Jethro noch klein gewesen war, hatte er sich ebenfalls jedes Mal die Schuld gegeben, wenn sei Sohn Schmerzen hatten oder krank gewesen war. Er war sich sicher gewesen, dass er etwas hätte tun können beziehungsweise müssen, um zu verhindern, dass sein Kind leidet.
Noch schlimmer wurde es dann, als Leroys Mutter starb. Jackson hatte gewusst, dass er seinen Sohn nicht davor hätte beschützen könne. Bis dahin hatte er bereits gelernt, dass er den Jungen nicht vor allem beschützen konnte, da es viele Sachen auf dieser Welt gab, auf die die Menschen einfach keinen Einfluss hatten.
Aber er hatte sich Vorwürfe gemacht, weil er keinen Weg gefunden hatte um seinem Jungen irgendwie zu helfen.
Leroy hatte sich zurückgezogen und Schlägereien angefangen. Erst lange nachdem Jethro Stillwater verlassen hatte, war Jack klargeworden, dass das einfach ein Hilferuf seines Sohnes gewesen war. Denn damals war der ältere Gibbs zu sehr mit sich selbst und seiner Trauer beschäftigt gewesen. Und auch wenn er immer daran gedacht hatte, seinem Sohn irgendwie zu helfen, getan hatte er - zu diesem Zeitpunkt - nicht viel.
Umso mehr hoffte er, dass er Leroy heute helfen konnte. Aber was er auch sagte, es schien bei diesem Sturkopf nicht anzukommen.
Aber auch das konnte er ihm nicht verdenken. Jethro hatte ihm die ganze Geschichte erzählt und auch wenn Jackson wusste, dass es nicht die Schuld seines Sohnes war und er nichts hätte tun können, um diesen Ausgang zu verhindern. Wenn er an seiner Stelle wäre, würde er sich genauso Vorwürfe machen.
“Okay, ich mach dir einen Vorschlag”, sagte Jethro schließlich und holte Jackson damit wieder aus seinen Gedanken “Du wirst wieder ganz gesund und dann fahren wir deinen Opa besuchen.”
“Aber es geht mir schon wieder gut”, antwortete der Dreijährige weinerlich. Die beiden älteren Gibbs Männer mussten schmunzeln, als sie dies hörten und dabei diesen völlig überzeugten Gesichtsausdruck des Kleinen sahen. Doch schon in der nächsten Sekunde hustete Tony schon wieder “Sicher, es geht die blendend”, entgegnete Jethro nur sarkastisch und schlug seinem Sohn leicht auf den Rücken.
Der Kleine stand noch immer, mit seinem Spiderman Pyjama bekleidet, auf den Oberschenkeln seines Vaters. Als der Hustenanfall endlich vorüber war, lehnte er sich erschöpft nach vorne und legte seinen Kopf auf die Schulter des Chefermittlers.
Der Dreijährige wurde noch immer schnell müde. Vor allem nach einem dieser Hustenanfälle. Gibbs wusste, dass das vollkommen normal war und es noch ein wenig dauern würde, bis der Kleine wieder gesund war. Dennoch machte es ihm schon fast ein wenig Angst seinen sonst so energiegeladenen Jungen, der keine zwei Minuten ruhig sitzenbleiben konnte und fast ununterbrochen redete, so ruhig zu sehen.
Und auch wenn Tony - seit er hier im Krankenhaus war - jeden Tag wieder etwas mehr von seiner Energie wiedererlangte, war er noch weit von seinem alten fröhlichen Persönlichkeit entfernt.
Und die Situation gerade bewies dies nur einmal wieder. Der Dreijährige hatte sich an seinen Vater gekuschelt und auf seinen Schoß gesetzt. Seine Augen waren geschlossen und Jethro dachte er wäre bereits eingeschlafen, bis er plötzlich sah, wie dem Kleinen eine Träne über die Wange lief.
“Ich will nach Hause”, sagte er und es brach beiden Gibbs Männern fast das Herz, wie traurig und fast schon verzweifelt der Dreijährige klang. Jethro wollte nichts lieber tun, als seinem Sohn diesen Wunsch zu erfüllen. Wäre er an Tonys Stelle, hätte er sich bereits auf eigene Verantwortung aus dem Krankenhaus entlassen. Aber bei seinem Jungen ging er kein Risiko ein. Er hatte ihn, in den letzten Tagen, bereits mehr als einmal fast verloren. Nichts auf dieser Welt würde ihn dazu bringen den Kleinen mit nach Hause zu nehmen, bevor Dr. Pitt ihn entließ. Auch nicht der Hundeblick des Dreijährigen.
Deshalb drückte Jethro seinem Jungen einen Kuss auf den Kopf und fuhr ihm mit einer Hand durch die Haare “Ich weiß, dass du nach Hause willst, Großer”, sagte er schließlich “Aber das geht leider noch nicht. Aber pass auf, dass geht ganz schnell und dann willst du hier gar nicht mehr weg.” Sie wussten alle drei, dass das eine Lüge war. Tony hasste Krankenhäuser genauso wie sein Vater. Vielleicht sogar noch ein wenig mehr. Und die Geschehnisse der letzten Tage waren ebenfalls nicht spurlos an ihm vorbeigegangen. Jethro wusste, dass er nicht der einzige war, den das ganze erschreckt hatte. Aber er hatte gehofft, dass Tony nichts, oder zumindest nicht viel von all dem mitbekommen hatte, was ihm passiert und mit ihm gemacht wurde.
Noch bevor Gibbs den Gedanken weiterführen konnte, klopfte es plötzlich an der Tür, bevor sie eine Spaltbreit geöffnet wurde und Abby den Kopf hindurch steckte.
Jethro spürte sofort, wie Tony sich bewegte und als er auf ihn herabsah, wischte der Kleine sich gerade die Tränen weg und setzte ein breites Lächeln auf.
Es war unheimlich zu sehne, wie Tony, mit seinen gerade einmal drei Jahren, bereits so gut darin war, seine Gefühle hinter einer Maske zu verstecken. Das war etwas, was in dem Alter nicht möglich sein sollte.
Gibbs war froh darüber, dass sein Junge das nicht tat, wenn er mit ihm allein war. Aber die einzigen, die sonst noch erlaubt waren, zumindest teilweise seine wahren Gefühle zu sehen, waren Ducky und Jackson. Dies lag aber wahrscheinlich eher daran, dass der Dreijährige schnell bemerkt hatte, dass er den beiden nur selten etwas vormachen konnte.
Abby war mittlerweile schon besser darin geworden und erkannte immer öfter, wenn es dem Kleine schlecht ging. Aber jetzt gerade schien sie nichts zu bemerken, obwohl Tonys Lächeln seine Agen nicht erreichte, wie es sonst der Fall war, wenn er wirklich fröhlich und glücklich war.
“Hey, mein Tiger”, sagte die junge Goth, während sie den Raum betrat.
“Tante Abby”, rief der Dreijährige freudig und streckte die Arme nach ihr aus. Hätte Jethro nicht eben noch mit eigenen Augen gesehen, dass sein kleiner Junge nur vor wenigen Sekunden noch Tränen vergossen hatte, weil er nach Hause wollte, dann hätte er rein gar nichts bemerkt. Das war noch beängstigender, als er anfangs dachte.
Abby kam zu ihnen herüber und nahm Tony vorsichtig - wegen der Infusion - auf den Arm. Der Kleine gab der jungen Goth einen dicken und etwas schlabberigen Kuss auf die Wange, während sie ihn fest an sich drückte.
“Ich hab dir etwas mitgebracht”, sagte sie schließlich und setzte sich auf das Bett. Sie platzierte Tony auf ihrem Schoß. Sie öffnete ihre Tasche und der Dreijährige beobachtete jede ihrer Bewegungen. Wenn es um Geschenke ging, war er immer dabei und das hatte sich scheinbar, in der momentanen Situation, auch nicht geändert.
Als Gibbs sah, was Abby aus ihrer Tasche holte, hätte er beinahe laut losgelacht.
“Das mein junger Freund ist Fred”, sagte sie enthusiastisch, während sie dem Dreijährigen eine Miniausgabe ihres eigenen Stoffnilpferdes Bert vors Gesicht hielt.
Alle Personen im Raum konnten beobachten, wie das allbekannte und sonst immer anwesende Leuchten in Tonys Augen trat. Der kleine Junge strahlte über das ganze Gesicht, während er zaghaft nach dem Nilpferd griff.
“Für mich?”, fragte er überrascht.
“Natürlich ist er für dich”, antwortete Abbs und verstrubbelte ihm ein wenig die Haare “Bert weiß, dass du sehr gut auf ihn aufpassen wirst.”
Tony nahm Fred in den Arm und kicherte, als dieser ein Pupsgeräusch von sich gab. Allerdings wandelte sich sein Lachen schon bald in einen erneuten Hustenanfall. Jethro atmete erleichtert durch, als der Anfall sich von verflüchtigte. Er wusste aber, dass irgendetwas nicht stimmte, als er sah, wie sein Sohn schon in der nächsten Sekunde angestrengt die Stirn runzelte. Der Kleine sah zu seinem Vater herüber “Was ist los, Großer?”, fragte Gibbs, während er von seinem Stuhl aufstand und sich neben Abby auf das Bett setzte.
Statt seinem Vater zu antworten sah Tony die junge Goth an “Ich kann ihn nicht behalten”, sagte er schließlich leise und drückte Fred noch einmal, bevor er ihn Abby wieder entgegenhielt.
“Wieso denn nicht?”, fragte die junge Forensikerin und machte keine Anstalten das kleine Stoffnilpferd an sich zu nehmen.
Der Dreijährige legte Fred auf das Bett, als er merkte, dass Abby ihn nicht annehmen würde “Wenn Bert sein Daddy ist, dann sollte man sie nicht trennen”, sagte er vollkommen überzeugt. Aber jeder von ihnen konnte auch die Traurigkeit in seiner Stimme höre.
Tony liebte Bert und Abby hätte ihm keine Größere Freude machen können, als ihm Fred mitzubringen. Ihm jedoch zu erzählen, dass Bert Freds Vater war, war vielleicht keine so gute Idee gewesen.
Tony war ein Papa-Kind. Er hatte niemals etwas anderes kennengelernt. Natürlich wusste er, dass Stofftiere nicht wirklich lebten, aber er war auch erst drei Jahre alt und schon sehr reif für sein Alter. Dennoch siegte seine Fantasie manchmal über die Wirklichkeit und dann kam so etwas dabei heraus.
Jethro lächelte seinen Sohn an und hievte ihn wieder auf seinen Schoß. Er nahm Fred vom Bett herunter und platzierte diesen wiederum auf Tonys Schoß “Es ist in Ordnung, wenn du ihn behältst. Du weißt doch, dass nicht jeder noch bei seinem Daddy lebt. Irgendwann ziehen die Kinder von zu Hause aus.”
“So wie bei dir und Pa, ich weiß Daddy”, sagte der Dreijährige und verdrehte theatralisch die Augen. Sie hatten das Gespräch vor einige Monaten schon einmal. Tony hatte seinen Großvater besuchen wollen, aber da Gibbs erst wenige Wochen vorher seinen Urlaub beendet hatte, hatte er keine Zeit gehabt, mit seinem Sohn nach Stillwater herunterzufahren. Daraufhin hatte der Dreijährige seinen Vater gefragt, warum dieser nicht bei seinem Dad wohnte.
“Aber Fred ist noch so klein und dann muss er doch noch bei seinem Daddy wohnen”, fuhr der Kleine schließlich fort.
Jethro drückte seinem Sohn einen Kuss auf den Kopf “Fred ist älter als du denkst”, sagte er “Und langsam wird es Zeit für ihn, dass er bei seinem Daddy auszieht. Allerdings braucht er noch immer Hilfe und weil Bert weiß, wie verantwortungsbewusst und tapfer du bis, möchte er, dass du auf ihn aufpasst.”
Tony sah das Stoffnilpferd, dass er mittlerweile wieder in seinen Händen hielt, für einige Sekunden an. Er hatte seine Stirn wieder nachdenklich gerunzelt und Gibbs konnte förmlich sehen, wie es in seinem Kopf arbeitete.
Und dann schließlich drückte der Kleine Fred wieder an sich und sah lächelnd zu Abby herüber “Ich werde immer gut auf ihn aufpassen”, versprach er.
Die junge Forensikerin beugte sich ein wenig nach vorne und gab dem Dreijährigen einen Kuss auf die Stirn “Das weiß ich doch, mein Tiger.”
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Eine Stunde später war Abby bereits wieder verschwunden. Sie hatte noch einiges an Arbeit zu erledigen und musste deshalb zurück ins Hauptquartier.
Tony war bereits vor einer Halben Stunde auf dem Schoß seines Vaters eingeschlafen. Er hatte Fred fest an sich gedrückt und schien auch nicht die Absicht zu haben das Stofftier in nächster Zeit wieder freizugeben.
Die beiden Gibbs Männer hatten sich, nachdem Abby zur Arbeit gefahren war, an ihre Lieblings Beschäftigung gemacht; Tony beobachten. Das war etwas, was beide stundenlang tun konnten, ohne sich auch nur annähernd zu langweilen.
Doch das ganze wurde je unterbrochen, als sich die Tür plötzlich öffnete und Dr. Pitt hereinkam.
“Wie geht es meinem Lieblingspatienten?”, fragte er, während er, zur Begrüßung, Jacksons und Jethros Hand schüttelte.
“Er hat heute einen guten Tag”, antwortete der Chefermittler “Das Fieber ist vollkommen verschwunden und er war über eineinhalb Stunden wach, bevor er wieder eingeschlafen ist. Sein Husten ist auch weniger geworden.”
“Das sind doch gute Nachrichten”, bestätigte der junge Arzt “Tony ist auf jeden Fall auf dem Weg der Besserung.
Wenn sich sein Zustand nicht wieder verschlechtert, möchte ich morgen gerne versuchen ihm die Nasenkanüle abzunehmen und wenn alles gut geht, kann er dann am Nachmittag für eine Stunde in die Spielecke zu den anderen Kindern.”
Nach dieser Aussage schossen Jethros Augenbrauen nach oben. Er konnte gar nicht sagen, wie sehr er sich darüber freute, dass es seinem Sohn immer besser ging. Aber allein der Gedanke daran, dass sein kleiner Junge sich mit anderen kranken Kindern abgab, die ihn mit wer-weiß-was anstecken konnten, ließ ihm einen eiskalten Schauer über den Rücken laufen.
“Ist das wirklich eine gute Idee?”, fragte er deshalb “Was ist, wenn er sich bei einem der Kinder mit irgendetwas ansteckt?”
Dr. Pitt lächelte ihn beruhigend an “Keine Sorge”, sagte er “Bei dem kleinsten Anzeichen, dass Tony sich mit etwas angesteckt hat, werden wir ihn sofort behandeln.
Es ist wichtig, dass er wieder unter Menschen kommt und mit anderen Kindern spielen kann. Außerdem müssen wir irgendwann damit anfangen seinem Immunsystem zu helfen, sich wieder aufbauen zu können.”
Gibbs war alles andere als überzeugt und dennoch nickte er. Er vertraute Dr. Pitt. Er würde Tony auf jeden Fall nicht für eine Sekunde aus den Augen lassen. Und wenn seinem Jungen etwas passierte konnte er dem jungen Arzt immer noch den Hals umdrehen.
Brad versprach später noch einmal wiederzukommen, um sich Tonys Lungen noch einmal anzuhören. Fürs erste wollte er den Dreijährigen allerdings erst einmal schlafen lassen.
Nachdem er das Zimmer verlassen hatte, setzten Jackson und Jethro sich wieder auf ihre Plätze. Beide waren mehr als glücklich darüber, dass es ihrem kleinen Jungen mit jedem Tag etwas besser ging. Jethro kam nicht umher, als sich immer mehr mit der Idee anzufreunden, zusammen mit Tony in seine alte Heimatstadt zu fahren. Er hatte ja sowieso vorgehabt mit dem Kleinen in den Urlaub zu fahren. Und so konnte der dreijährige auch noch Zeit mit seinem Großvater verbringen.
Und wenn er ehrlich war, war Tony nicht der einzige, der sich darauf freute.
Jetzt konnte er nur noch hoffen, dass ihnen nichts dazwischen kam.
Teil 2.7 vom 14.08.
Eine Woche Später
Tony wurde vor zwei Tagen endlich aus dem Krankenhaus entlassen. Er war noch nicht wieder vollkommen gesund, aber immerhin bestand auch nicht mehr die Gefahr, dass der Dreijährige bei jedem Hustanfall erticken könnte. Der Husten hörte sich zwar noch immer schrecklich an, aber Dr. Pitt hatte Jethro versichert, dass keinerlei Gefahr bestand, solange er sicher ging, dass Tony es langsam angehen ließ.
Das bedeutete viel Bettruhe, kein Kindergarten und keine zu großen Anstrengungen.
Und so sehr Tony auch bettelte, Gibbs blieb hart. Und auch seinen Großvater hatte der Kleine noch nicht erweichen können. Auch wenn es beiden schwer viel Nein zu ihm zu sagen. Ein Blick in das noch immer viel zu blasse Gesicht des Jungen reichte, um die beiden daran zu erinnern, dass Tony noch einen langen Weg vor sich hatte. Einen Weg, der wahrscheinlich sein ganzes Leben andauern würde.
Denn auch wenn die Hustenanfälle nicht mehr zu Atemnot bei dem Dreijährigen führten, bedeutete das nicht, dass dies gar nicht mehr geschah. Das hatte Jethro vor knapp einer Woche schmerzlich herausfinden müssen.
Es war an dem Tag zum ersten Mal passiert, an dem Tony die Nasenkanüle abgenommen wurde und er, am Nachmittag, in die Spielecke gehen durfte. Der Kleine hatte sich riesig darüber gefreut und obwohl Jethro noch immer Bedenken gehabt hatte, hätte er es seinem Jungen nicht abschlagen können. Er hatte den Kleinen seit Tagen zum ersten Mal wieder richtig glücklich gesehen. Niemals hätte er es übers Herz bringen können, ihm das wieder zu nehmen.
Also war er mit Tony und Jackson in die Spielecke der Kinderstation des Krankenhauses gegangen. Fred hatte der Kleine ebenfalls mitgenommen. Bis heute ging der Dreijährige nirgendwo mehr ohne ihn hin.
Tony hatte sich in der Spielecke erst einmal umgesehen, bevor er sich von der Hand seines Vaters losgerissen hatte und zu einer Kiste gelaufen war, die voll mit Autos gefüllt war. Er hatte sich eine Handvoll herausgesucht - was in seinem Fall ganze drei Stück waren und dabei drohte eines davon noch herunterzufallen - bevor er wieder zu seinem Vater und seinem Großvater gerannt kam, um ihnen die kleinen Autos zu zeigen.
Tony war noch niemals ein Kind gewesen, dass Schwierigkeiten hatte bei anderen Anschluss zu finden. Normalerweise bewunderte Gibbs diese Eigenschaft an seinem Sohn. Aber an diesem Tag machte sie ihm einfach nur Angst. Je mehr Kinder der Kleine zum spielen fand, desto größer war die Gefahr, dass er sich mit irgendetwas ansteckte. Jethro wusste einfach nicht, ob der kleine, geschwächte Körper seines Jungen eine weitere Krankheit, innerhalb so kurzer Zeit, bekämpfen konnte.
Und dennoch ließ er ihn ziehen. Natürlich wand er nicht für eine Sekunde die Augen von dem Dreijährigen ab. Aber er mischte sich auch nicht ein und blieb die ganze Zeit über an seinem Platz, in der Elternecke, sitzen.
Jackson hingegen nutzte die Gelegenheit und unterhielt sich mit einigen der Mütter, die ebenfalls mit ihren Kindern im Krankenhaus waren. Gibbs hatte zuerst die Befürchtung gehabt, sein Vater würde mit den Frauen flirten wollen. Aber das tat er nicht. Oder zumindest machte er es in geringem Maße und nicht so auffällig, wie es sonst seine Art war.
Stattdessen erzählte er jedem der es hören wollte, was für einen tollen Enkel er hatte. Und was für ein guter Vater Jethro war. Der Chefermittler konnte nicht anders und verdrehte die Augen. Er wusste was Jackson damit bewirken wollte. Aber er würde seine Meinung nicht ändern. Es bestand für ihn keinerlei Zweifel daran, dass, auch wenn er nicht allein Schuld an der Situation war, er doch zumindest die größte Schuld daran trug, dass sein Sohn im Krankenhaus war. Die anderen konnten sagen was sie wollten. Die Fakten sprachen nun einmal dafür.
Jethro hatte die Gespräche seines Vaters danach einfach ignoriert und sich weiter auf seinen Sohn konzentriert. Tony stand, mit drei weiteren Jungs, die alle mindestens um ein bis zwei Jahre älter waren als er, um einen der kleinen Holztische, am anderen Ende des Raumes. Entweder hatte er noch ein weiteres Auto geholt, oder einer der Jungen hatte bereits eines bei sich. Denn Jethro konnte von seiner Position aus erkennen, dass zwei der Spielzeugwagen, die der Kleine ihm vorhin noch gezeigt hatte, nun in den Händen von zwei der anderen Kindern waren. Der Dritte hatte eines, dass Gibbs vorher nicht gesehen hatte. Seine Augen waren zwar schlecht, aber er hatte sich die Farben der Autos gemerkt, die Tony ihm ins Gesicht gehalten hatte, sodass er sie nun gut auseinanderhalten konnte.
So wie er seinen Jungen kannte, hatte dieser dem anderen Kind freiwillig noch ein Spielzeugauto besorgt. Die drei Jungs waren zwar alle mindestens zwei Köpfe größer als Tony, aber der Dreijährige hatte sich noch niemals etwas daraus gemacht. Er wusste dass er ein wenig zu klein war für sein Alter. Aber das hielt ihn nicht davon ab seinen eigenen Willen zu haben, oder sich selbst und andere zu verteidigen.
Jethro musste lächeln, als er daran dachte, dass er dem Kleinen einmal gesagt hatte, dass er jetzt vielleicht noch der kleinste sei, aber irgendwann würde er mehr wachsen als die anderen und dann würde er entweder genauso oder vielleicht sogar noch größer werden als die anderen Kinder.
Tony hatte ihn nur mit großen Augen angesehen und schließlich die Stirn gerunzelt und gefragt “Heißt das, dass ich dann der Boss bin, wenn ich groß bin?”
Jethro musst heute noch darüber lachen. Der Kleine war vollkommen überzeugt davon, dass er einmal ‘Boss’ werden würde. Und Gibbs war sich sicher, dass er das auch schaffen wird, wenn er sich weiterhin so entwickelte.
Tony würde einen guten Polizisten abgeben. Schon heute, mit nur drei Jahren, setzte er sich schon für andere ein, wenn sie unfair behandelt oder sogar bedroht wurden. Er hatte seinem Daddy einmal erzählt, dass er es nicht mochte, wenn andere geärgert oder sogar verprügelt wurden, nur weil sie jünger, kleiner und schwächer waren. Jethro hatte noch niemals gesehen, dass der Dreijährige ein anderes Kind ausschloss. So etwas gab es bei ihm nicht.
Gibbs machte es nur ein wenig Sorgen, dass den Kleinen dabei nicht zu kümmern schien, ob ihm etwas geschah, wenn er andere verteidigte. Er hatte schon ein paar Mal mit dem Jungen darüber geredet, aber Tony hatte nur immer wieder mit den Schultern gezuckt und gesagt, dass die anderen seine Hilfe bräuchten. Und als er dann mit dem Argument kam, dass er nichts anderes machen würde, als sein Daddy, wusste auch Gibbs nicht mehr was er sagen sollte.
Jetzt spielte Tony also, mit diesen drei anderen Jungen, in der Spielecke mit den Autos. Jethro sah sich einmal im Raum um und sah, dass alle Kinder nur ihre Pyjamas und Schlappen trugen. Manche hatten noch einen Morgenmantel darüber gezogen.
Nur ein Kind hob sich von den anderen ab.
Tony.
Der Dreijährige hatte darauf bestanden sich ‘ordentlich’ anzuziehen. Vorher wollte er das Zimmer nicht verlassen. “So kann ich mich doch nicht vor den anderen sehen lassen, Daddy”, hatte der Kleine gesagt. Ein Satz, der, für Gibbs Geschmack, nicht einmal im Wortschatz eines Dreijährigen vorhanden sein sollte.
“Ich dachte dein Spiderman Schlafanzug ist cool?”, hatte Jethro nur geantwortet, was ihm eine Augenrollen von seinem Sohn einbrachte “Das ist er auch, Daddy”, sagte Tony “Wenn man ins Bett geht, oder allein Zuhause spielt. Aber doch nicht wenn man mit anderen spielen geht.” Der Junge hatte mit solch einem Ernst in der Stimme gesprochen, dass Gibbs nur die Schultern zucken und ihm seinen Wunsch erfüllen konnte.
“Du weißt aber schon, dass die anderen Kinder wahrscheinlich genauso aussehen?”, hatte er schließlich gefragt, während er Tony das Pyjamaoberteil über den Kopf gezogen hatte. Dieser hatte seinen Vater nur mit hochgezogenen Augenbrauen angesehen “Hast du nicht gesagt, dass ich Sachen nicht machen soll, nur weil die anderen es auch tun?”, Tony sah so aus, als versuche er sich daran zu erinnern, wann Gibbs ihm dies gesagt hatte.
Dieser lachte nur auf. Es war manchmal schon seltsam, woran der Kleine sich erinnerte. Genaugenommen vergaß der Dreijährige scheinbar nur Anweisungen und Regeln, wenn er etwas angestellt hatte. Und manchmal konnte er sich nicht einmal dran erinnern, was er getan hatte.
“Du hast recht”, antwortete Jethro schließlich “Das habe ich gesagt.”
Also hatte er seinem Jungen ein blaues Batman T-Shirt, eine dunkle Jeans und weiße Sneakers angezogen. Natürlich mussten die Haare auch noch, mit etwas Wasser, nach oben gestilt werden, wobei Jethro wieder einmal auffiel, dass der Kleine dringend einen Haarschnitt brauchte.
In der Spielecke hatte Gibbs bereits einige Male gehört, wie andere Kinder Tony fragten ob er nur zu besuch da war. Immerhin hatten die anderen noch ihre Schlafanzüge an,
Jethro hatte sich ein Lachen nicht verkneifen können, als sein Sohn, nachdem er diese Frage zum ersten Mal gestellt bekommen hatte, ein breites Lächeln aufsetzte, dem blonden Mädchen zuzwinkerte und sagte: “Ich wollte nur gut aussehen.”
Er hatte keine Ahnung, wo Tony gelernt hatte so zu flirten. Und derjenige, der dem Kleinen dies beigebracht hatte, konnte sich definitiv auf etwas gefasst machen, wenn Jethro davon erfuhr.
Allerdings hatte er eher die Befürchtung, dass das wieder eines der Dinge war, die seinem Jungen in die Wiege gelegt worden waren. Wenn er raten müsste, würde er sagen, dass Tony das Flirten von Jackson geerbt hatte. Bei ihm schien das ebenfalls vollkommen natürlich zu sein.
Nach etwa zwanzig Minuten hatte Gibbs dann endlich mal seinen Blick von seinem Sohn abgewandt. Tony hatte Spaß und Jethro wusste dass es egal war, ob er seinen Jungen nun beobachtete oder nicht, sollte er sich mit irgendetwas anstecken, könnte er nichts dagegen tun. Und wahrscheinlich wäre es dann auch bereits passiert.
Also machte er es sich, so gut es ging auf diesen ungemütlichen Stühlen, bequem und redete ein wenig mit seinem Vater, der sich mittlerweile zu ihn gesetzt hatte.
Nach etwa zwanzig Minuten waren die beiden vertieft darin, den Trip nach Stillwater zu planen. Jethro hatte sich selbst ein wenig darüber gewundert, dass er sich der Fahrt in seine alte Heimat so entgegensehnte. Aber scheinbar hatte er sich von der Freude seines Sohnes anstecken lassen.
Wobei es ihm eigentlich egal war, wohin sie fuhren. Das wichtigste war, dass er Zeit mit Tony verbringen würde.
Ein Husten drang plötzlich an Gibbs Ohren. Ein Husten, dass er ganz genau kannte und in der letzten Woche, für seinen Geschmack, viel zu oft gehört hatte.
Es war nicht so, dass Tony, jetzt wo es ihm besser ging, gar nicht mehr hustete. Ganz im Gegenteil, es kam noch immer sehr oft vor. Aber es war besser geworden. Dadurch dass sie der Schleim immer mehr gelöst hatte, nahmen die Attacken nur noch selten das Ausmaß eines Erstickungsanfalles an.
Doch das was er in diesem Moment hörte, klang doch eher danach, als würde der Kleine keine oder kaum Luft bekommen.
Jethro ließ seinen Blick dorthin schweifen, wo er Tony zuletzt gesehen hatte und musste die Panik unterdrücken, die in ihm aufkam, als er ihn nicht sofort entdeckte. Doch schon nach wenigen Sekunden konnte er wieder erleichtert aufatmen, als er sah, dass der Dreijährige gerade auf ihn zukam.
Allerdings verflog auch dieser Moment schnell wieder und wurde durch Sorge ersetzt, als der Chefermittler sah, wie blass der Kleine war und wie schnell sich sein Brustkorb hob und senkte.
“Tony?”, fragte er schließlich und alarmierte damit auch Jackson. Anthony rannte die letzten Meter und streckte die Arme nach seinem Vater aus. Dieser hob seinen Sohn auch gleich hoch und setzte den Jungen auf seinen Schoß ab.
Bevor er den Kleinen fragen konnte was los war, begann dieser wieder zu husten und die ersten Tränen liefen ihm über die Wangen. Jethro wartete einige Sekunden, bis der Anfall vorbei war. Doch was danach kam brachte ihn nur dazu, mit Tony auf dem Arm, von seinem Stuhl aufzuspringen und in die Richtung des Ärztezimmers zu rennen.
Der Chefermittler bekam nichts mehr um sich herum mit. Er hörte nicht, wie eine Schwester ihm nachrief, dass er im Krankenhaus nicht rennen dürfe. Und er bemerkte auch nicht, dass sein Vater ihm folgte.
Das einzige was er realisierte war das Zittern des kleinen Körpers in seinen Armen, das Geräusch, das sein Sohn machte, immer wenn er nach Luft japste, sein eigenes Herz, das in doppelter Geschwindigkeit schlug und dieses Gefühl das alles schon einmal erlebt zu haben.
Noch bevor Gibbs am Ärztezimmer ankam wurde die Tür plötzlich aufgerissen und der Chefermittler hätte am liebsten vor Erleichterung geschrien, als Dr. Pitt herauskam.
“Was ist passiert?”, fragte der junge Arzt, als er auf die beiden zukam.
“Er hat gespielt und fing plötzlich an zu husten und……und dann…” Jethro hatte keine Ahnung was er sagen sollte. Er wusste nicht was passiert war.
Gibbs musste den Drang unterdrücken seinen Sohn fester an sich zu pressen, als Brad den Kleinen auf den Arm nahm und schließlich auf eine Trage legte. Jethro hatte nicht einmal mitbekommen, dass drei Krankenschwestern zu ihnen gekommen waren.
“Behandlungsraum 2 ist frei”, sagte eine junge Frau, die Gibbs als Schwester Emma wiedererkannte.
Dr. Pitt gab einige Anweisungen heraus und versuchte Tony gleichzeitig zu beruhigen, während sie den Dreijährigen in das Behandlungszimmer schoben. Jethro wich nicht für eine Sekunde von der Seite seins Sohnes. Und schon wie bei dem ersten mal, als er in dieser Situation war, überkam ihn dieses Gefühl der Hilflosigkeit. Er wollte seinem Jungen helfen, irgendetwas tun, aber er wusste nicht was. Im diesem Moment konnte er nicht einmal klar denken.
Wie in Trance hatte er beobachtet wie Dr. Pitt seinen kleinen Jungen abhorcht, ihm Blut abnahm, an einem Herzmonitor anschloss und ihm erneut eine Sauerstoffmaske aufsetzte.
Sie hatten Tony, nachdem Gibbs sein Einverständnis gegeben hatte, ein Sedativum verabreicht. Der Chefermittler wusste, dass es nötig war, um seinem Sohn zu helfen. Der Dreijährige hatte keine Luft mehr bekommen und war dadurch in Panik verfallen. Einen Erwachsenen in einer solchen Situation zu beruhigen war schon beinahe unmöglich. Bei einem dreijährigen Kind war es undenkbar.
Das einzige, woran Jethro sich noch erinnern konnte, war, dass es nicht lange dauerte, bis die Krankenschwester, die die Blutprobe weggebracht hatte, wiederkam und Dr. Pitt irgendwelche Ergebnisse gab, woraufhin dieser wieder einmal irgendwelche Anweisungen ausrief.
Doch bevor Jethro realisieren konnte, was genau gerade geschah, kam Brad auf ihn zu.
“Wie geht es Tony?”, fragte er sofort, als der junge Arzt vor ihm stand.
“Es wird ihm bald wieder gut gehen”, antwortete dieser in einem beruhigendem Ton “Wir müssen noch ein paar Tests durchführen, wenn Tony wieder aufwacht, um die Diagnose zu bestätigen, aber ich befürchte Tony hatte gerade einen Asthmaanfall.”
………………………….
Gibbs wusste nicht was er sagen sollte. Das konnte alles nur ein Albtraum sein.
Er öffnete den Mund ein paar mal und rang nach Worten, aber nichts kam heraus. Er wusste einfach nicht was er sagen sollte.
Das ganze war jetzt also eine Woche her. Am nächsten Tag hatte man Tony zum röntgen gebracht und ein Lungenfunktionstest wurde durchgeführt.
Auf den Röntgenbildern war zu sehen gewesen, dass der Keuchhusten Tonys Lungen in Mitleidenschaft gezogen hatte. Oder zumindest hatten sowohl Dr. Pitt, als auch Ducky ihm das gesagt. Gibbs selbst hatte keine Ahnung, was er auf diesen Bildern sah.
Aber die beiden hatten ihm auch erklärt, dass diese Vernarbungen auf den Lungen seines Sohnes, die Ursache für den Asthmaanfall gewesen waren.
Nach allem Übel hatte Tony jetzt also auch noch Asthma.
Immerhin gab es einen Lichtblick. Es bestand eine große Chance, dass sich die Krankheit legen würde, wenn der Kleine älter war und seine Lungen sich voll entwickelt haben. Er wäre zwar noch immer anfälliger für Bronchitis und Lungenentzündungen, aber das war immer noch besser als diese Atemnot.
Fürs erste allerdings hatte Gibbs ein paar Medikamente für den Jungen mitbekommen. Darunter auch ein Inhalationsgerät, für den Fall, dass er noch einmal einen solchen Erstickungsanfall bekommen würde. Was innerhalb ihres Krankenhausaufnethaltes noch zwei mal geschehen war.
Bei etwas leichteren Atembeschwerden hatte Schwester Emma ihm ein paar einfache Atemübungen gezeigt, die Gibbs mit seinem Sohn, für den Fall, durchführen sollte.
Eigentlich war Jethro rausgegangen um das alles für ein paar Minuten zu vergessen. Aber das schien im Moment einfach unmöglich.
Er versuchte sich nichts anmerken zu lassen, aber immer wenn er seinen kleinen Jungen ansah und bemerkte, wie blass er war und die dunklen Ringe unter seinen Augen sah, wurde ihm wieder bewusst, wie nah dran er dieses mal war, Tony zu verlieren.
Und auch wenn der Kleine nun für den Rest seines Lebens gezeichnet war, war Jethro jeden Tag aufs neue dankbar dafür, dass sein Sohn noch bei ihm war.
Und in zwei Tagen würde er seinem Jungen endlich den Wunsch erfüllen und die beiden würden, zusammen mit Jackson, endlich nach Stillwater fahren.
Gibbs hatte sich sowohl von Dr. Pitt, als auch von Ducky die Erlaubnis für diesen Trip geholt. Er wollte kein Risiko eingehen, vor allem da Tony noch immer nicht hundertprozentig fit war.
Aber die beiden hatten ihm mehrfach versichert dass es in Ordnung wäre, solange sie alle paar Stunden eine Pause machten und der Kleine genug Platz hatte um sich auszuruhen und zu schlafen.
Doch es gab noch etwas, dass ihn dazu bewegt hatte, um zehn Uhr abends noch einmal nach draußen zu gehen, um sich einen Kaffe zu holen. Heute morgen hatte er einen Anruf von Kate bekommen. Sie und McGee waren, zusammen mit Ducky und Palmer, zu einem Tatort gefahren. Dadurch das Jethro momentan nicht im Büro war, sollten seine beiden Agenten eigentlich nur am Schreibtisch sitzen und alte Fälle durchgehen, die bisher nicht gelöst wurden.
Aber es war ein Anruf in der Zentrale eingegangen und die beiden wurden ausdrücklich gebeten den Tatort zu untersuchen. Eigentlich war die Anweisung für sein komplettes Team bestimmt gewesen. Und das bedeutete auch, dass, wer immer dieser anonyme Anrufer war, er nicht wusste, dass Gibbs im Moment nicht arbeitete.
Er hatte heute beinahe sein Team verloren. Kate hatte ihm erzählt, dass sie am Tatort zwei tote Navy Offiziere gefunden hatten. Sie saßen noch in im Auto und dem Fahrer fehlten beide Hände.
Viele Beweise gab es jetzt allerdings nicht mehr. Agent Todd hatte wohl bereits einige Fotos gemacht, als sie wieder zurück zum Van ging, um McGee mit der restlichen Ausrüstung zu helfen. Und in diesem Moment war dann auch der Wagen, mit den beiden Toten, in die Luft gegangen.
Sie wussten noch nicht viel über die Bombe. Aber Abby hatte bereits herausbekommen, dass es einen Zeitzünder gegeben hatte und das die Bombe zu den Standarts der Navy gehörte.
Irgendjemand wollte sie töten.
Er hatte eine Ahnung wer es war. Und sein Instinkt sagte ihm, dass er richtig lag. Aber er hoffte und betete, dass er sich irrte.
Es gab einige Leute, die er im Laufe seiner Kariere verhaftet hatte und die einen Groll gegen ihn und sein Team oder auch gegenüber dem ganzen NCIS hegten. Doch es fiel ihm nur ein Mann ein, der zu so etwas dreistem, hemmungslosen und offensichtlichem fähig war.
Ari.
Dieser Schweinehund war schon einmal in das Hauptquartier eingebrochen, indem er sich in einem Leichensack versteckt hatte.
Geistesabwesend fuhr Jethro mit einer Hand über die Narbe an seiner Schulter, genau an der Stelle, an der Ari ihn damals angeschossen hatte. Damals hatte er sich geschworen, dass er diesen Mann finden und aufhalten würde. Er wollte diesen Kerl tot sehen und am liebsten wollte er es selbst tun.
“Hallo, Agent Gibbs”, sagte plötzlich jemand hinter ihm und Jethro blieb wie angewurzelt stehen. Diese Stimme würde er niemals vergessen und überall wiedererkennen.
Langsam drehte er sich um und da stand er vor ihm, breit und schon fast freundlich lächelnd. Die eiskalten Augen musterten ihn und erweckten in dem Chefermittler wieder einmal den Drang seine Waffe zu ziehen und ihn auf der Stell zu erschießen. Leider jedoch standen sie vor einem belebten Café. Also blieb Gibbs nichts anderes übrig, als den Mann einfach anzustarren und abzuwarten was geschah. Vielleicht hatte er ja Glück und Ari Haswari würde ihm noch einen Grund geben ihn vor all den Zeugen erschießen zu können.
Teil 3 vom 22.08.
“Wie wäre es wenn wir uns setzen?”, fragte Ari und Gibbs musste sich bei jedem Wort mehr anstrengen, um nicht einfach seine Waffe zu ziehen und dem Mann sein höfliches Grinsen aus dem Gesicht zu schießen. “Ich lade Sie zu einem Kaffee ein.”
“Ich habe bessere Sachen zu tun, als mit einem Terroristen Kaffee zu trinken”, antwortete Jethro und drehte sich wieder um, um weiterzugehen.
Doch Ari redete unbeirrt weiter “Ach ja”, sagte er “Sie müssen sich um ihren Sohn kümmern. Ein entzückendes Kind und es ist wirklich schade, dass er so krank ist.”
Das ließ Gibbs mitten im Schritt innehalten. Langsam drehte er sich wieder zu dem Mann herum, der bereits einmal einen Teil seines Teams als Geisel genommen und dabei gezeigt hatte, wie skrupellos er war.
Jetzt zu erfahren, dass dieser Kerl von seinem Sohn wusste, machte ihm mehr Angst als alles andere.
Woher er von Tony wusste, war kein großes Rätsel. Ari war ein hinterhältiger Bastard, der sich gut über seine Opfer informierte.
Ihm lief ein eiskalter Schauer über den Rücken wenn er nur daran dachte, dass dieser Mistkerl ihnen nachgestellt hatte.
“Ich denke Sie sind jetzt bereit, mit mir einen Kaffee zu trinken, oder?”
Widerwillig folgte Gibbs dem Terroristen zu einem kleinen Tisch auf der Terrasse des Cafés. Haswari bestellte ihnen beiden einen Kaffee und es wunderte Jethro nicht mehr, dass dieser Mann wusste, wie er seinen trank.
“Sie scheinen ein guter Vater zu sein”, sagte Ari “Und sie haben einen wirklich niedlichen Jungen. Wie geht es Anthony heute?”
Jethro musste sich anstrengen ihn nicht anzuknurren “Ich wüsste nicht was Sie das angeht.”
“Ich versuche nur Konversation zu betreiben, Agent Gibbs. Also, wer passt momentan auf den Kleinen auf? Miss Sciuto? Dr. Mallard? Oder doch unsere wunderschöne Caitlin?”
Gibbs hätte niemals gedacht dass es möglich wäre, aber die Wut, die immer in ihm aufstieg wenn er nur an diesen Scheißkerl dachte, nahm ein Ausmaß an, von dem er selbst nicht wusste dass es möglich war. Und auch der Wunsch Ari zu töten wurde immer größer.
Aber es gab auch einen Lichtblick. Scheinbar war Ari nicht ganz so gut informiert, wie es anfangs den Anschein gehabt hatte. Er schien nicht zu wissen das Jackson da war. Das bedeutete er war, was diesen Punkt anging, im Vorteil.
Haswari schien sich gar nicht daran zu stören, dass der Chefermittler ihm nicht antwortete. Er redete einfach weiter, während Gibbs versuchte einen Weg zu finden ihn auszuschalten, ohne das jemand anderer dabei verletzt wurde.
Doch diese Überlegung erledigte sich von allein, als Ari eine Andeutung darüber machte, dass er irgendwo in dem Café eine Bombe versteckt hätte. Und dann hatte dieser Mistkerl auch noch die Nerven sich einfach lächelnd zu verabschieden und auf seinem Motorrad wegzufahren.
Jethro wurde das Gefühl nicht los, dass es nicht einfach nur eines von Aris Spielchen war und, wie sooft, täuschte ihn sein Instinkt nicht.
Vorsichtig hob er die Tischdecke ein wenig nach oben und lugte darunter. Und tatsächlich, da war sie. Eine Bombe.
Ohne weiter darüber nachzudenken riss er sie vom Tisch ab, sprang auf und rannte los. Er hatte nur noch knapp eine Minute Zeit, dennoch musste er sie irgendwo hinschafften wo keine Menschen waren.
So wie die Bombe aussah hatte sie keine besonders große Sprengkraft. Dennoch könnte sie einige Menschen töten.
Gibbs konnte nicht fassen, dass Ari wieder in Amerika war. Dieser Mann wurde im ganzen Land gesucht und selbst mit seinen Kontakten hätte es unmöglich sein müssen wieder herzukommen.
Irgendjemand hatte ordentliche Mist gebaut.
Und das dieser Mistkerl auch noch von Tony wusste. Jethro hatte sich im Laufe seiner Kariere viele Feinde gemacht. Doch er hatte, vor allem in den letzten drei Jahren, immer versucht zu verheimlichen, dass er ein Privatleben und eine Familie hatte. Das alles wurde ihm schon einmal genommen und er wollte nicht riskieren, dass dies noch einmal passierte. Und genau deshalb hatte er dafür gesorgt, dass weder Shannon, Kelly noch Tony in seiner offiziellen Personalakte standen.
Vor seinem Team hatte er seinen Sohn natürlich nicht verheimlichen können, genauso wenig wie vor Direktor Morrow.
Ansonsten gab es nur eine Handvoll Menschen im Hauptquartier die wussten dass er einen Sohn hatte. Natürlich hatte er Tony auch schon ein paar Mal mit ins Büro genommen. Allerdings hatten die meisten zu viel Angst vor ihm und hatten sich nicht getraut ihn zu fragen, wer der Kleine war.
Die meisten nahmen einfach an, Anthony wäre sein Neffe oder irgendwie anders mit ihm verwandt. Es gab auch Menschen die einfach angenommen hatten, dass Tony mit einem Fall zu tun hatte und unter Gibbs’ Schutz stand.
Mit all dem hatte Jethro leben können. Er würde alles tun, um seinen Sohn zu beschützen und in seinem Beruf waren dafür oft drastische Maßnahmen nötig.
Vielleicht war er in letzter Zeit zu nachlässig gewesen. Natürlich hatte er getan, was er tun musste. Er hatte sich um seinen kranken Sohn gekümmert.
Aber als Special Agent des NCIS und als Vater hätte er ebenfalls darauf achten müssen, dass sein Junge nicht nur die beste Behandlung bekam, sondern auch sicher war.
Wer konnte es ihm verübeln? Tony war es so schlecht gegangen, dass Jethro sich auf nichts anderes hatte konzentrieren können. Und er hatte es auch gar nicht gewollt. Er hatte Tony in letzter Zeit schon genug vernachlässigt.
Dennoch gab es diese kleine Stimme in seinem Kopf, die ihm immer wieder sagte, dass er noch vorsichtiger hätte sein müssen und dass er nicht genug getan hatte, um seinen Sohn zu beschützen.
Gibbs sah noch einmal auf den Timer der Bombe. Er hatte noch zehn Sekunden.
Er war in einer kleinen Gasse, der Hinterhof des Cafés und am liebsten hätte er vor Freude aufgeschrien, als er den Müllcontainer entdeckte.
Er rannte noch ein paar Schritte darauf zu, bevor er die Bombe, mit einem gezielten Wurf, in den Container verfrachtete.
So schnell er konnte drehte er sich wieder um und rannte, so schnell er konnte, wieder zurück. Nach nur wenigen Schritten jedoch, ging die Bombe in die Luft und Jethro fiel zu Boden, als er von der Druckwelle erfasst wurde.
Für einige Sekunden blieb der Chefermittler schwer atmend liegen. Bis auf ein paar Kratzer hatte er zum Glück nichts abbekommen.
Langsam stand er schließlich wieder auf. Er brauchte jetzt erst einmal einen neuen Kaffee und dann musste er so schnell wie möglich nach Hause, bevor er sein Team anrufen würde.
Ari Haswari wollte Krieg. Den konnte er bekommen.
NCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCIS
Er hatte die Blicke der anderen Menschen einfach ignoriert, als er seinen Lieblings Cofeshop betreten hatte. Und so schnell es ihm möglich war, war er auch schon wieder draußen und auf dem Weg nach Hause gewesen.
Er musste Tony sehen und sich selbst davon überzeugen, dass alles in Ordnung war.
Jethro war sich sicher, dass Ari, nach ihrem Gespräch, nicht zu ihm nach Hause gefahren war. Auch wenn er es nicht gerne zugab, der Mann war schlau. Und so etwas leichtsinniges zu machen, wie zu Gibbs nach Hause zu fahren, nachdem er zugegeben hatte, dass er von Tony wusste, war nichts anderes als berechenbar.
Nein, sein Instinkt sagte ihm, dass Ari etwas geplant hatte. Es war kein Zufall dass er Tony erwähnt hatte.
Jethro atmete erleichtert auf, als sein Haus in Sichtweiter kam und der Drang, nach seinem Jungen zu sehen, war plötzlich so groß, dass er den Rest der Strecke rannte.
Vor der Tür atmete er noch einmal tief durch, bevor er sie öffnete und, nachdem er reingegangen war, abschloss. Er würde jetzt mir Sicherheit kein Risiko eingehen.
“Leroy, was ist mit dir passiert?”, hörte er plötzlich die Stimme seines Vaters und ehe er sich versah war Jackson auch schon bei ihm und tastete seine Schultern und Arme nach Verletzungen ab. Jethro wimmelte ihn ab und stürmte an ihm vorbei die Treppe hinauf, ohne ein Wort zu verlieren.
Oben angekommen steuerte er sofort auf Tonys Zimmer zu, öffnete vorsichtig die Tür und lugte hinein. Und da lag er. Zusammengerollt unter der dicken Decke, Fred an seinen Körper gepresst. Langsam ging Gibbs auf das Bett seines Sohnes zu und setzte sich auf die Kannte. Er strich dem Kleinen eine Haarsträhne aus der Stirn und beobachtete ihn für einige Minuten einfach beim schlafen,
Jethro hörte, wie sein Vater zu ihnen kam und war ihm dankbar, dass er nichts sagte und ihm diesen Moment einfach ließ.
Gibbs wusste was er zu tun hatte. Egal wie schwer es ihm fiel, er hatte keine andere Wahl. Das wichtigste war es jetzt seinen Jungen in Sicherheit zu bringen. Also beugte er sich zu seinem kleinen Jungen nach unten und drückte ihm einen Kuss auf die Schläfe, bevor er aufstand, Tonys Schrank öffnete und eine Reisetasche herausholte, in die er einige Sachen einpackte.
“Leroy? Was tust du da? Was ist hier los?” Jack war an die Seite seines Sohnes getreten und sah ihn verwirrt und besorgt an. Irgendetwas stimmte hier ganz und gar nicht.
“Ich habe jetzt keine Zeit alles zu erklären, Dad”, antwortete Jethro. Er wirkte gehetzt und das wiederum machte Jackson nervös. Irgendetwas war passiert und es musste seinen Sohn unglaublich erschreckt haben, wenn er so reagierte.
Jethro drehte sich zu seinem Vater um, während er die Reisetasche zumachte “Dad, bitte nimm die Tasche mit und hol deine auch. Wir treffen uns gleich am Auto.” Und damit drückte er seinem Vater die Tasche in die Arme. Doch dieser rührte sich nicht vom Fleck und starrte seinen Sohn nur an.
Der Chefermittler wusste, dass Jackson Antworten haben wollte, aber er hatte keine Zeit jetzt alles zu erklären.
“Bitte, Dad”, sagte er deshalb nur und sah dem älteren Mann in die Augen. Er wusste, dass sein Vater es verstehen würde und er behielt recht. Nach nur wenigen Sekunden nickte Jackson, drehte sich um und verließ das Zimmer.
Gibbs wartete noch einen Moment, bis die Schritte unten verklungen waren, bevor er sich wieder zu seinem Sohn drehte. Tony hatte sich noch nicht gerührt und in diesem Moment war Jethro mehr als froh darüber, dass der Kleine einen so tiefen Schlaf hatte. Er war sich sicher, dass, wäre der Dreijährige wach gewesen, er es nicht übers Herz gebracht hätte, seinen Plan durchzuführen. Es fiel ihm so schon schwer genug.
Bevor er es sich noch einmal anders überlegen konnte, nahm er noch eine Decke aus dem Schrank und ging wieder zu seinem Jungen. Er Schlug die Bettdecke zurück und sah noch, wie Tony, durch die plötzliche kalte Luft, leicht zu zittern begann. Vorsichtig, um den Kleinen nicht zu wecken, legte er die Decke, die er aus dem Schrank geholt hatte, um seinen Sohn, bevor er ihn auf den Arm nahm. Sofort schlang Anthony seine kurzen Arme um den Hals seines Vaters und legte seinen Kopf auf dessen Schulter.
Gibbs drückte seinem Jungen noch einen Kuss in die Haare, als dieser wohlig seufzte und versuchte sich noch ein wenig mehr an seinen Vater zu kuscheln.
Jethro schloss für einen Moment die Augen und atmete den Duft seines kleinen Jungen noch einmal tief ein.
Er hasste was er im Begriff war zu tun und er wünschte sich er müsste es nicht machen. Aber er hatte keine Wahl.
Und deshalb ging er, so schnell wie möglich, ohne Tony aufzuwecken, nach unten und dann nach draußen, wo Jackson bereits auf die beiden wartete. Jethro ging geradewegs zu seinem Truck, öffnete die Hintertür und setzte Tony vorsichtig in den Kindersitz. Nachdem er den Kleinen festgeschnallt hatte, deckte er ihn wieder zu.
“Wo fahren wir hin, Leroy?”, fragte Jackson plötzlich, der in der Zwischenzeit zu seinem Sohn und seinem Enkel herumgekommen war.
Der Chefermittler schloss noch einmal die Augen und atmete tief durch “Hast du Tonys Medikamente eingepackt?”, fragte er schließlich, ohne seinen Vater anzusehen.
“Ja”, antwortete dieser nur und er klang sichtlich nervös und gleichzeitig ungeduldig “Also, wohin fahren wir?”, fragte er deshalb noch einmal.
Jethros Augen brannten verdächtig, als er seinen Sohn so friedlich schlafen sah. Er hatte sich bei Tonys Geburt geschworen seinen Jungen zu beschützen und ihn niemals allein zu lassen. Aber eines davon musste er jetzt brechen.
Er beugte sich zu seinem kleinen Jungen herunter und drückte ihm noch einen Kuss auf die Stirn. Er ließ seinen Lippen für einige Sekunden auf der warmen Haut seines Sohnes, bevor er sich wieder von ihm löste und letztendlich die Autotür zumachte. Sofort drehte er sich zu seinem Vater “Wir fahren nirgendwo hin”, antwortete er schließlich und drückte seinem Vater seine Autoschlüssel in die Hand “Ihr fahrt nach Stillwater. Ich werde dich in ein paar Tagen anrufen und alles erklären, aber jetzt musst du Tony erst einmal hier wegbringen.”
“Leroy, was ist passiert? Du machst mir angst.”
“Dad, ich habe keine Zeit dir alles zu erklären. Mach dir kein Sorgen. Das wichtigste ist jetzt nur, dass du Tony hier wegbringst und gut auf ihn aufpasst. Ich melde mich bald.” Und damit ging er an seinem Vater vorbei und zurück ins Haus.
“Und was soll ich Tony sagen, wenn er fragt, wo du bist?”, rief Jackson ihm noch hinterher, aber Jethro drehte sich nicht noch einmal um. Er lief einfach ins Haus, schloss die Tür und ließ sich daran gelehnt auf den Boden sinken. Er fuhr sich mit beiden Händen über das Gesicht und kniff die Augen zusammen, als er den Motor seines Trucks starten hörte. Und erst als er den Wagen nicht mehr hören konnte und es in der Straße wieder vollkommen ruhig war, öffnete er seine Augen wieder.
Er hatte keine Ahnung, was Jackson dem Kleinen erzählen sollte, wenn dieser nachfragte, wo sein Vater war. Und allein die Vorstellung an diese Szene brach ihm das Herz.
Das war auch der Grund gewesen, warum er sich nicht noch einmal umgedreht hatte. Er wäre nicht darum herumgekommen in den Wagen zu sehen. Und wäre sein Blick auf Tony gefallen, dann hätte er seinen Jungen wieder aus dem Auto geholt. Er hätte es nicht übers Herz gebracht seinen Sohn gehenzulassen.
Aber er wusste dass er das richtige getan hatte. Es war der einzige Weg, um sicherzustellen, dass Tony in Sicherheit war.
Jethro atmete noch einmal tief durch. Er musste sein Team anrufen. Sie mussten diesen Schweinehund Ari finden und die Sache ein für allemal erledigen.
Er konnte nur hoffen dass Tony ihm irgendwann verzeihen würde. Und mit diesem Gedanken im Kopf holte er sein Handy aus der Hosentasche und wischte eine einzelne Träne weg, die sich ihren Weg über seine Wange gebahnt hatte.
Teil 3.1 vom 26.08
Jackson konnte nicht fassen, dass er es getan hatte. Er hatte auf seinen Sohn gehört und war mit seinem Enkel nun unterwegs nach Stillwater.
Er war wirklich froh, dass sie bald da waren und vor allem, dass Tony die ganze Fahrt über durchgeschlafen hatte. Das einzige, was die Gedanken des älteren Gibbs Mannes hin und wieder durchbrochen hatte, war das Husten seines Enkels.
Im Moment wünschte er sich, er wäre bei Leroy geblieben. Wenn ihn etwas so sehr erschreckt hatte, dass er Tony wegschickte, dann musste es wirklich schlimm sein.
Aber jemand musste sich um den Dreijährigen kümmern. Und als Jackson in die Augen seines Sohnes gesehen hatte, wusste er, dass er dieser Jemand sein musste.
Dennoch machte er sich große Sorgen um Leroy. Er wurde das Gefühl einfach nicht los, dass etwas schreckliches passieren würde.
Aber er musste sich jetzt erst einmal um Tony kümmern und auf den Anruf seines Sohnes warten.
Je nachdem was passiert war, konnte er schon verstehen, dass Leroy seinen Junge aus der Gefahrenzone bringen wollte. Aber der Dreijährige brauchte seinen Vater. Vor allem nachdem er erst seit ein paar Tagen aus dem Krankenhaus raus war. Der Junge war noch nicht wieder vollkommen gesund.
Jackson wollte gar nicht daran denken, wie der Kleine reagieren würde, wenn er aufwachte, sie waren in Stillwater, aber sein Daddy war nicht dabei. Es würde ihm das Herz brechen.
Jackson war definitiv zu alt für so etwas. Er war zu alt, um sich solche Sorgen um seinen Sohn zu machen. Er war zu alt, um seinem Dreijährigen Enkel zu sagen, dass sein Daddy sie weggeschickt hatte, weil…… wegen was auch immer. Er kannte ja nicht einmal den Grund.
Er konnte Leroy wirklich gut verstehen. Der Junge wollte nur seinen Sohn beschützen, wie jeder guter Vater das tat.
Aber er fand es auch unfair. Er fand es unfair, dass er sich um seinen kranken Enkel kümmern musste und nicht einmal wusste, wieso. Nicht dass er sich nicht gerne um Tony kümmerte. Krank oder nicht, er liebte den Jungen über alles und würde sein Leben, ohne mit der Wimper zu zucken, für den Kleinen geben. Aber Tony brauchte jetzt nicht seinen Opa, sondern seinen Vater.
Diese Gedanken verfolgten Jackson noch den ganzen Weg nach Hause. Es war drei Uhr morgens, als er endlich ankam und so schnell er konnte, brachte er seinen Enkel ins Haus.
Tony würde, wenn er aufwachte, schon genug Probleme damit haben, in einer ungewohnten Umgebung aufzuwachen. Er war zwar schon ein paar Mal in Stillwater gewesen, aber er war an sein Zuhause und sein Zimmer gewöhnt. Und gerade jetzt, wo er krank war, wäre seine gewohnte Umgebung wichtig für ihn.
Um es ihnen beiden ein wenig leichter zu machen, legte Jackson seinen Enkel in sein Bett. Er zog sich schnell um, bevor er sich zu Tony legte. Ihre Sachen konnte er auch später noch aus dem Auto holen. Das einzige, was er mit hereingebracht hatte, waren die Medikamente des Kleinen.
Ein Lächeln breitete sich auf seinen Lippen aus, als Tony sich plötzlich, noch immer mit diesem Stoffnilpferd im Arm, herumdrehte und sich an ihn kuschelte. Er legte einen Arm um seinen Enkel und schloss die Augen.
Er war einfach zu alt, um solche langen Strecken mitten in der Nacht zu fahren.
NCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCIS
“DADDY!” Jackson schreckte aus seinem Schlaf aus, als er den Schrei hörte. Hektisch sah er sich in seinem Schlafzimmer um, aber er war allein. Tony musste aufgestanden sein, nachdem er aufgewacht war, um nach seinem Vater zu suchen.
So schnell er konnte stand er auf und rannte aus dem Zimmer. Es brach ihm fast das Herz, als er seinen Enkel weinen hörte.
Doch noch schlimmer war das Bild, das ihn erwartete, als er die Küche betrat. Dort saß Tony, allein auf dem Boden und weinte. Der Dreijährige sah so verloren aus, dass auch seine Augen sich mit Tränen füllten.
Die Wangen des Dreijährigen waren gerötet, die Tränen liefen ihm frei über das Gesicht und er schluchzte unkontrolliert, was immer wieder dazu führte, dass er husten musste.
Jackson hatte Angst, dass das einen Asthmaanfall auslösen könnte. Etwas, worauf er früher niemals achten musste. Er musste den Jungen irgendwie beruhigen.
Also ging er zu seinem Enkel und hob ihn in seine Arme. Der Kleine klammerte sich sofort an seinen Großvater, während dieser ihm beruhigend über den Rücken strich.
“W..wo…..D…Da….Daddy?”, schluchzte der Dreijährige und Jackson musste für einen Moment die Augen schließen. Ihm jetzt zu sagen, dass sein Daddy nicht mit ihnen gekommen war, würde nicht besonders beruhigend sein.
“Shhh, es ist alles in Ordnung”, antwortete er deshalb nur, in der Hoffnung den Jungen erst einmal beruhigen zu können und das Thema noch ein wenig hinauszuzögern.
Aber er wusste, dass das ein hoffnungsloses Unterfangen war. Leroy hatte den Kleinen allein großgezogen, da war es nur normal, dass der Junge so auf seinen Vater fixiert war. Und auch wenn Tony normalerweise keinerlei Probleme damit hatte, für ein paar Tage, ohne seinen Daddy, irgendwo anders zu übernachte, jetzt wo er krank war, brauchte er ihn.
Leroy war immer der Mensch gewesen, auf den Tony sich verlassen konnte. Er war es, der sich um den Kleinen kümmerte, wenn er krank war. Und jetzt war er nicht da.
“Da..ddy”, wimmerte der Kleine noch einmal und wand sich in den Armen seines Großvaters. Jackson musste den Jungen wieder auf dem Boden absetzen, um zu verhindern, dass er hinfiel. Und noch bevor er Tony wieder richtig packen konnte, rannte der Dreijährige aus dem Raum.
“Tony!”, rief Jackson erschrocken und setzte hinterher. Sein Enkel war vielleicht ein wenig zu klein für sein Alter, aber er war unheimlich schnell und vor allem Flink. Und ehe Jack sich versah, war der Kleine an der Haustür und versuchte, auf Zehenspitzen stehend, den Türknopf zu drehen.
Innerhalb einer Sekunde war Jackson bei ihm und hob ihn wieder hoch. Während Tony nach seinem Daddy rief und um sich trat, um wieder auf den Boden zu kommen, brachte der ältere Gibbs seinen Enkel zurück in die Küche und setzte ihn schließlich auf einen der Stühle am Esstisch ab.
“I…ich…will…Da..Daddy!”, schluchzte der Dreijährige und versuchte weiterhin von dem Stuhl herunterzukommen.
“Ich weiß, mein Schatz”, sagte Jackson und versuchte seinen Enkel in den Arm zu nehmen. Dieser jedoch schob seinen Opa von sich weg.
Langsam machte Jack sich wirklich Sorgen. Es war mittlerweile deutlich zu sehen, dass Tony nicht genug Luft bekam. Es war noch nicht so schlimm, dass er den Inhalator brauchte, aber wenn er es nicht bald schaffen würde den Kleinen zu beruhigen, würde es nicht mehr lange dauern.
Jackson hatte gehofft, dass Fred den kleinen Jungen wieder aufmuntern könnte. Immerhin hatte das Stoffnilpferd in den letzten Tagen auch immer wieder ein Lächeln auf die Lippen des kranken Kindes gezaubert, wenn er gerade einen schlechten Tag hatte.
Doch auch das funktionierte dieses Mal nicht. Noch bevor Jackson versuchen konnte, spielerisch auf seinen Enkel einzugehen, riss ihm der Dreijährige Fred aus den Händen und warf ihn quer durch die Küche.
Für den älteren Gibbs gab es jetzt nur noch eine Möglichkeit.
“Wie wäre es, wenn wir ihn anrufen, mh?”, fragte er Tony schließlich und strich dem kleinen durch die Haare “Daddy hat mir erzählt, dass du schon ganz toll telefonieren kannst.”
Der Kleine schluchzte noch einmal, was wieder in einen Hustenanfall überging. Und dieses Mal war es soweit. Nach nur wenigen Sekunden japste der Dreijährige plötzlich nach Luft. Jackson konnte die Panik in den Augen seines Enkels sehen und hätte er den kleinen Junge nicht sofort gepackt, wäre er vom Stuhl gefallen.
So schnell er konnte brachte er Tony nach oben und nahm den Inhalator vom Nachttisch. Er ließ sich auf dem Bett nieder und setzte seinen Enkel auf seinen Schoß.
“Tony, du weißt wie das geht”, sagte Jackson ruhig, um den Kleinen nicht noch mehr zu erschrecken “Du musst dich ein wenig Beruhige und tief ein und wieder ausatmen.”
Er war wirklich froh darüber, dass der Junge auf ihn hörte und das tat, was er ihm gesagt hatte.
Jackson half seinem Enkel mit dem Inhalator. Doch kaum das sie den Anfall unter Kontrolle hatte, begann Tony wieder zu weinen. Dieses Mal jedoch etwas ruhiger.
“Sollen wir Daddy jetzt anrufen?”, fragte er noch einmal,. Während er den kleinen Jungen an sich drückte. Er spürte wie Tony an seiner Brust nickte, bevor er auch sein Handy vom Nachttisch nahm.
Leroy hatte es ihm letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt, mit der Anweisung, er solle es immer bei sich tragen. Bis vor etwas vier Monaten hatte er es nicht besonders hilfreich gefunden, aber dann hatte er - während eines Angelausfluges - plötzlich einen Anruf von seinem Enkel bekommen, der ihm ganz stolz erzählt hatte, dass er ihn jetzt jederzeit, ohne Hilfe, anrufen könnte.
Jackson lächelte bei dieser Erinnerung und wählte schließlich die Nummer seines Sohnes, als Tony erneut in seinen Armen schluchzte.
Mit jedem Klingeln, zog sich sein Magen immer mehr zusammen. Er hatte ja schon die ganze Zeit über ein schlechtes Gefühl bei der ganzen Sache gehabt. Aber dass sein Sohn jetzt nicht ans Telefon ging, machte ihm genauso viele Sorgen, wie die Reaktion, die er von Tony erwartete, wenn dieser nicht bald mit seinem Vater reden konnte.
Leroy nahm tatsächlich nicht ab. Jackson wusste nicht mehr, was er machen sollte. Sein Sohn war nicht zu erreichen und sein Enkel weinte ununterbrochen und schien in nächster Zeit auch nicht mehr aufzuhören. Er konnte es dem Kleinen nicht verübeln, dennoch konnte es alles andere als Gesund für ihn sein.
Er würde noch ein paar Mal versuchen Leroy zu erreichen. Aber wenn sein Sohn sich bis zum Nachmittag nicht zurück meldete, blieb ihm keine andere Wahl als zurückzufahren.
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12 Stunden später in DC
Kate war tot. Sie war gestorben, weil ein Terrorist hinter ihm her war.
Sie war für seinen Schutz eingesetzt worden, aber als Teamleader wäre es seine Aufgabe gewesen sie zu schützen.
Gibbs fuhr sich mit einer Hand über das Gesicht. Er saß an seinem Schreibtisch, wusste aber nicht was er tun sollte. Er hatte nichts zu tun. Und das würde auch so bleiben, bis sie endlich eine Spur von diesem Schweinehund Ari hatten. Aber wenn sie eine Spur hatten, würde er nicht eher wieder ruhen, bis dieser Mistkerl bei Ducky auf dem Tisch lag.
Doch bis es soweit war, blieb ihm Zeit zum denken. Zu viel Zeit zum denken.
Der Tag hatte schon schrecklich angefangen. Er hatte in der Nacht kein Auge zumachen können, weil er die ganze Zeit an Tony denken musste. Er fragte sich ob es ihm gut ging, hatte sich aber den ganzen Tag über nicht getraut an sein Handy zu gehen, wenn sein Vater angerufen hatte.
Die Anrufe waren ein eindeutiges Zeichen dafür gewesen, dass es seinem Sohn nicht gut ging. Jethro kannte seinen Vater gut genug, um zu wissen, dass dieser nur im Notfall anrufen würde.
Aber wäre rangegangen, hätte er es nicht übers Herz gebracht seinen Jungen in Stillwater zu lassen. Er hätte Jackson wahrscheinlich schon nach wenigen Sekunden gesagt, dass er Tony zurückbringen sollte. Und dieses Risiko konnte er einfach nicht eingehen.
“Ach komm schon Gibbs. Du weißt genauso gut wie ich, dass Ari Tony finden wird, wenn er das will. Und dann wird er ihn genauso eiskalt erschießen, wie er es bei mir getan hat.”
Jethro schloss für einen Moment die Augen. Das war jetzt bereits das zweite Mal, dass ihm Kate hier im Büro erschien. Er konnte sie nicht ansehen, konnte ihr nicht in die Augen gucken. Und nicht nur, weil er dann auch das Einschussloch in ihrem Kopf sehen würde, sondern vor allem, weil er sich schämte.
Doch auch wenn sie nur Einbildung war, sie hatte recht. Wenn Ari seinem Sohn etwas antun wollte, dann würde er ihn finden.
“Jetzt tu nicht so, du hast von Anfang an gewusst, dass es eine dumme Idee war Tony wegzuschicken.”
Und auch damit hatte sie recht. Nicht nur, dass ein Terrorist frei herumlief, der Gibbs und alle Menschen die ihm wichtig waren töten wollte. Der Kleine war auch noch krank und brauchte ihn im Moment.
Das einzig richtige wäre gewesen denn Fall abzugeben und mit Tony und den anderen in ein sicheres Haus zu gehen. Aber er hatte ja wieder einmal seinen Stolz nicht überwinden können und musste den Mistkerl selbst jagen.
Und was war dabei rausgekommen? Kate war tot und sein Sohn in Stillwater und er hatte keine Ahnung, wie es ihm ging.
Das würde auch eine Situation sein, der er nicht gern entgegen sah. Er musste Tony bald erzählen, dass sein Tante Kate nicht mehr da war.
Der Kleine hatte die junge Frau geliebt. Sie hatte zur Familie gehört. Und jetzt musste er dem kleinen Jungen erklären, dass sie nie wieder kommen würde, weil er nicht gut genug aufgepasst hatte.
“Boss?” Gibbs Kopf schoss nach oben. Er hatte gar nicht bemerkt, dass McGee zurückgekommen war. Der junge Agent war zu Abby ins Labor gegangen, um sie zu trösten. Oder zumindest um es zu versuchen. Jethro hätte gedacht dass das noch ein wenig länger dauern würde.
Der Chefermittler sah sich zur Vorsicht noch einmal um, aber Kate war verschwunden. Doch bevor er noch etwas zu McGee sagen konnte, klingelte sein Telefon.
“Gibbs”, meldete er sich.
“Agent Gibbs, hier ist Charlie. Ich denke es ist besser, wenn sie sofort runter zum Empfang kommen.”
“Ich bin sofort da.” Und mit diesen Worten legte er schon wieder auf und machte sich auf den Weg zum Fahrstuhl.
Charlie Etkins arbeitete bereits seit fünf Jahren am Empfang des NCIS Hauptquartiers. Er war ein netter Kerl, immer höflich und einer der wenigen Menschen, die wussten, dass Tony sein Sohn war. Er hatte es nur per Zufall mitbekommen, als Gibbs den Kleinen vor knapp zwei Jahren einmal mit zur Arbeit nehmen musste. Tony hatte damals gerade angefangen zu reden und, als sie am Empfang vorbei gingen lauthals immer wieder “Daa-dy” gerufen. Charlie hatte eins und eins zusammengezählt und Gibbs einen Tag später darauf angesprochen. Jethro hatte keinen Grund gesehen den Mann anzulügen.
Aber jetzt wurde er erst einmal aus seinen Gedanken geholt, als der Fahrstuhl im Erdgeschoss ankam. Jethro war noch nicht ganz auf den Flur getreten, als er schon sah, wieso Charlie ihn heruntergerufen hatte.
Dort, am Empfang, stand sein Vater. Aber was noch viel wichtiger war, Tony.
“Daddy!”, rief der kleine und kam auf Jethro zugeraunt. Dieser ging in die Hocke und hielt seine Arme für seinen kleinen Junge offen. Sein Herz schlug plötzlich mit doppelter Geschwindigkeit, vor Erleichterung, weil er seinen Sohn wiedersah und es dem Jungen gut ging. Aber auch aus Angst davor, dass er dem Dreijährigen erzählen musste was passiert war. Und vor allem davor, dass ihm etwas passieren könnte. Tony und Ari waren in derselben Stadt und dieser Gedanke machte ihm mehr Angst als alles, was er bisher erlebt hatte.
Tony lief in die Arme seines Vaters und schlang seine Arme um dessen Hals. Jethro drückte seinen Sohn so nah an sich, wie es ging und stand, mit dem Kleinen im Arm, wieder auf. Mit einer Hand hielt er den Kopf des Dreijährigen an seiner Schulter, während er ihm einen langen Kuss auf die Schläfe drückte.
Tony schluchzte herzzerreißend und Gibbs wollte in diesem Moment gar nicht daran denken, was seinen Vater dazu gebracht hatte, zurückzukommen.
Er löste sich ein wenig von seinem Sohn, um ihm noch einen Kuss auf die Stirn zu geben und das war auch der Moment, in dem er es bemerkte. Tony war zu warm. Jethro wischte dem dem Kleinen die Tränen von den Wangen und ließ seine Hand zu der Stirn des Jungen gleiten. Er hatte kein richtiges Fieber, aber auf jeden Fall erhöhte Temperatur. Er hoffte, dass es nur an der Erschöpfung des Kleinen lag. Das letzte, was Tony jetzt gebrauchen konnte, war ein weiterer Infekt oder ähnliches. Immerhin ging es ihm gerade erst wieder besser.
Jackson war mittlerweile zu den beiden herübergekommen und musterte seinen Sohn eingehend “Was ist passiert, Leroy?”, fragte er. Die dunklen Ringe unter den Augen seines Sohnes und den Verschleierten Blick hatte er schon einmal gesehen. Vor knapp 14 Jahren.
“Tony ist ganz warm, Dad. Was ist passiert?” Seine Stimme klang monoton und traurig. Aber Jackson verstand, dass sein Junge jetzt nicht darüber reden wollte. Ob es an Tony lag, oder er einfach noch nicht bereit dazu war, konnte er nicht sagen.
“Ich hatte keine andere Wahl, als ihn zurückzubringen”, antwortete er schließlich “Er hat seit heute Morgen ununterbrochen geweint. Er ist ein paar Mal vor Erschöpfung eingeschlafen, aber schon nach mindestens einer halben Stunde immer wieder aufgewacht, weil er Albträume hatte. Und nach seinem dritten Asthmaanfall habe ich ihn ins Auto gesetzt und bin wieder hergekommen.”
Jethro nickte nur und drückte seinen Sohn wieder an sich. Tonys Weinen war mittlerweile zu einem leisen schluchzen übergegangen und er hatte sein Gesicht in der Halsbeuge seines Vaters vergraben. Mit den Fingern seiner linken Hand spielte er an dem Kragen von Gibbs’ Sakko “Ich will hier bleiben. Bei dir”, sagte er plötzlich und Jethro musste schwer schlucken.
Ari war noch immer irgendwo da draußen. Aber nachdem was er gerade von seinem Vater gehört hatte, konnte er seinen kleinen Jungen gar nicht mehr wegschicken. Er hatte gedacht, dass er Tony damit beschützen würde, aber scheinbar hatte er alles nur noch schlimmer gemacht.
“Ja, du bleibst bei mir”, antwortete er schließlich und drückte den Jungen noch etwas fester an sich.
“Ich habe mir bereits ein Busticket zurück nach Stillwater gekauft”, warf Jackson ein “Ich fahre in zwei Stunden los.”
Der Chefermittler sah seinen Vater ein wenig erschrocken an “Du kannst nicht einfach fahren, Dad.”
“Und warum nicht, Leroy?”
Jethro spürte, wie Tony in seinen Armen plötzlich ein wenig zurückschreckte und er wusste, dass er seine Gefühle unter Kontrolle bekommen musste. Wut, Nervosität, Verzweiflung, Angst. Ari war hinter seinem Team, seiner Familie her. Er konnte seinen Vater nicht einfach gehen lassen.
Beruhigend strich er seinem Sohn mit einer Hand über den Rücken. Er wusste dass, wenn er seinen Vater aufhalten wollte, diese nur mit der Wahrheit ging “Weil da draußen ein Terrorist herumläuft, der es auf meine Familie abgesehen hat.”
Jack konnte seinem Sohn ansehen, dass ihn diese ganze Situation wirklich zu schaffen machte. Aber es steckte auch noch mehr dahinter.
“Was ist passiert?”, fragte er deshalb noch einmal.
Jethro gab es nicht gerne zu, aber er war mit der Situation ein wenig überfordert. Sie hatten Kate gerade verloren und er musste es seinem Dreijährigen Sohn irgendwie erklären. Er hatte Tony schon einmal erklären müssen, was der Tod bedeutete, als die Mutter des Kleinen gestorben war. Der große Unterschied dabei war allerdings, dass Tony seine Mutter niemals kennengelernt hatte.
Jethro sah seinen Vater für einige Sekunden an. Er hatte keine Umschreibung für diese Situation, weil es keine gab.
“Kate ist tot”, sagte er schließlich leise. Es war das erste Mal, dass er es ausgesprochen hatte und er konnte nicht fassen, wie real dieser kleine Satz die ganze Sache machte.
Jethro spürte, wie Tony den Kopf ein wenig anhob.
“Das tut mir Leid, Leroy”, antwortete sein Vater, doch noch bevor er etwas entgegnen konnte, fuhr die kleine Hand, die bis eben nach mit seinem Sakko gespielt hat, plötzlich durch seine Haare “Ist Tante Kate jetzt im Himmel?”, fragte Tony, während Jethro in die glasigen, grünen Augen seines Sohnes sah. Er spürte, wie sich Kloß in seinem Hals bildetet und schluckte ein paar Mal “Ja, Großer”, antwortete. Der Dreijährige strich weiterhin mit einer Hand durch die Haare seines Vaters, während er ihm einen Kuss auf die Wange gab. Gibbs wusste, was der Kleine damit versuchte. Immerhin tröstete er seinen Jungen immer mit derselben Geste.
Er drückte den Kleinen wieder an sich. In diesem Moment konnte er gar nicht beschreiben, wie dankbar er dafür war, Tony zu haben.
Jackson beobachtete das Geschehen und musste selbst ein paar Mal blinzeln, um die Tränen aufzuhalten, die sich in seinen Augen gesammelt hatten.
Er wusste, wie sehr Jethro und vor allem Tony an der jungen Frau gehangen haben. Sie war ein Teil der kleinen Familie gewesen.
Sein Enkel war zum Glück noch zu klein, um wirklich zu verstehen, was es bedeutete, dass sie nun nicht mehr lebte. Er verstand zwar, dass sie nicht mehr wiederkommen würde, aber durch sein kindliches Denken wusste er glücklicherweise nicht, welches Ausmaß das wirklich für sie alle hatte.
Jack verstand, wieso Leroy nicht wollte, dass er jetzt zurückfuhr. Und er wäre auch wirklich gerne geblieben, vor allem schon, um für seinen Sohn und seinen Enkel da zu sein.
Aber er konnte nicht zulassen, dass Leroy durch seine Anwesenheit auch noch abgelenkt wurde. Er hatte schon so viel, um das er sich sorgen und kümmern musste, würde er bleiben, wäre er nichts anderes als eine Last.
Außerdem war er bereits seit drei Wochen von Zuhause weg. Langsam musste er sich mal wieder um seinen Laden kümmern. Wenn er arbeitslos werden würde, wäre er mit Sicherheit keine große Hilfe mehr.
Doch das war eine Sache, die er besser mit seinem Sohn allein klären sollte. Und scheinbar hatte sein Junge gerade dieselbe Idee, da er plötzlich sein Handy aus der Tasche holte.
Jack bekam das Gespräch nur einseitig mit, aber es hörte sich so an, als würde er mit der jungen Forensikerin telefonieren. Er bat sie für einige Minuten auf Tony aufzupassen und versprach noch Dr. Mallard zu ihr zu schicken, da er wollte, dass dieser sich den Kleinen einmal ansah.
Nachdem er das Gespräch mit Abby beendet hatte, ging er zurück zum Fahrstuhl. Er drückte den Knopf, setzte Tony auf dem Boden ab und ging vor dem Dreijährigen in die Hocke.
“Ich muss mal kurz mit deinem Opa sprechen”, sagte er “Kannst du solange zu Tante Abby gehen, Großer?”
Tony sah seinen Vater ein wenig skeptisch an. Gibbs wusste, dass der Kleine bei ihm bleiben wollte und er selbst wünschte sich das ebenfalls. Aber er musste mit seinem Vater reden, ihm erklären, warum er nicht wieder nach Stillwater fahren konnte. Und es gab Dinge, die ein Dreijähriger auf keinen Fall hören sollte.
“Sobald wir fertig sind komme ich zu dir. Versprochen”, sagte er noch und nach kurzem Zögern nickte der kleine Junge.
Jethro gab dem Kleinen noch einen Kuss auf die Stirn und nahm schließlich die kleine Hand des Jungen in seine, als der Aufzug bei ihnen ankam.
Die drei Gibbs Männer gingen hinein und der Chefermittler drückte den Knopf, der sie zu Abbys Labor bringen würde. Vielleicht schaffte es Tony sogar die junge Goth ein wenig aufzumuntern.
NCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCISNCIS
Abby stand inmitten ihres Labors und wusste nicht, was sie mit sich anfangen sollte. Es gab Beweise die sie Analysieren musste, aber im Moment war sie einfach nur überfordert. Kate war nicht mehr bei ihnen und sie sollte einfach weiter ihrer Arbeit nachgehen? Sie wusste im Moment einfach nicht, wie sie das anstellen sollte.
Und dann hatte Gibbs auch noch gerade angerufen und ihr gesagt, dass er Tony zu ihr herunterschicken würde. Sie liebte den Jungen abgöttisch, aber im Moment war sie sich nicht sicher, ob sie die richtige war, um auf ihn aufzupassen.
Sie wusste ja nicht einmal, ob der Kleine schon bescheid wusste. Wobei Gibbs seinen Sohn wahrscheinlich nicht zu ihr schicken würde, wenn er es ihm vorher nicht gesagt hätte. Aber dann stellte sich wieder die Frage, wie man mit einem Dreijährigen Kind umging, dass gerade jemanden verloren hatte, den es liebte. Vor allem, wenn man diesen Menschen selbst jetzt schon so sehr vermisste.
“Du schaffst das schon, Abbs”, sagte Kate, die plötzlich in einer Ecke des Labors aufgetaucht war.
“Da bin ich mir gar nicht so sicher”, antwortete die junge Goth. Doch Kate lächelte sie nur an “Du bist eine der stärksten Frauen, die ich kenne. Ich habe keinerlei Zweifel daran, dass du wieder ein Lächeln auf dieses niedliche Gesicht unseres kleinen Monsters zaubern kannst.”
Das brachte Abby zum kichern.
“Tante Abby, geht es dir gut?”, ertönte plötzlich die Stimme des Dreijährigen Gibbs-Jungen hinter ihr. Und ein Blick durch das Labor sagte der Forensikerin, dass Kate nicht mehr da war. Sie war einfach verschwunden.
Langsam drehte Abby sich um. Und da stand Tony und blickte zu der jungen Goth auf.
Die Zweifel von eben waren völlig verflogen, als sie auf den Kleinen zulief, auf den Arm nahm und an sich drückte.
Sekundelang standen sie einfach da, mit Tony auf dem Arm. Die Tränen liefen ihr frei über das Gesicht, währen der Dreijährige ihr mit einer Hand über die Haare strich.
“Du musst nicht traurig sein. Tante Kate ist jetzt ein Engel”, flüsterte der kleine plötzlich und Abby konnte das Schluchzen nicht unterdrücken.
Sie wollte auch etwas sagen, wollte dem Kleinen ebenfalls etwas Trost spenden. Aber hier stand sie, mit einem Dreijährigen Kind auf dem Arm, dass sie tröstete, weil sie beide jemanden verloren hatten, den sie liebten.
Doch noch bevor ihr einfallen konnte, was sie sagen könnte, passierte etwas, dass sie erste Sekunden später realisieren würde.
Tony rief plötzlich ihren Namen und die junge Goth erkannte sofort die Angst in seiner Stimme. Doch ehe sie regieren konnte, wand der Kleine sich in ihren Armen, sodass sie ihn auf dem Boden absetzen musste, damit er nicht herunterfiel. Doch noch bevor er mit seinen kurzen Beinen stand, holte er plötzlich aus und versetzte der Forensikerin einen Schritt vor das Schienenbein. Sie ließ Tony los und beugte sich aus Reflex noch ein wenig weiter herunter, um sich die schmerzende Stelle zu halten. Und genau in diesem Moment ertönte von draußen ein Schuss und eine Kugel durchbrach das Fenster und schlug ihr gegenüber in die Wand ein. Genau auf der Höhe, auf der noch vor Sekunden ihr Kopf gewesen war.
TBC
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Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von ElmoVsBibo: 26.08.2010 18:32.
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22.07.2010 20:59 |
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NCIS-Girl24

NCIS Routinier
 

Dabei seit: 16.05.2009
Beiträge: 543
Herkunft: Deutschland
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Cool, dass ich die Erst bin, die Feedback gibt
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Es ist toll, dass es Tony stetig besser geht. Der Kleine ist unglaublich süß und sehr tapfer. Die Stelle, als er Fred nicht haben, war so niedlich.
Super gemacht!
__________________ Meine FF "Schreckliche Weihnachten"
"Egal ob Sie denken Sie können etwas oder ob Sie denken, Sie können es nicht. Sie haben auf jeden Fall Recht." (Herny Ford)
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23.07.2010 00:20 |
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ChTDinozzo

NCIS Mitglied

Dabei seit: 10.11.2008
Beiträge: 217
Herkunft: Switzerland
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| RE: You and Me [Father/Son toddler! Tony] Thread 3 [Teil 2.6 vom 22.07] |
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Schön das es Tony endlich besser geht.
War echt lieb von Abby klein Fred an Tony zu überreichen
... ich möchte auch ein Furzendes Nielpferd
So klein und doch schon perfektionist was seine Maske angeht.
Jaja das ist unser Tony wie wir in kennen und lieben... aber an Gibbs stelle würde mich das auch en bisschen erschrecken
Freue mich schon auf den nächsten Teil und bin gespannt was die beiden in den Ferien erleben werden.
__________________ Semper Fi
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23.07.2010 09:42 |
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Ferchi
NCIS Routinier
 

Dabei seit: 26.02.2007
Beiträge: 892
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| RE: You and Me [Father/Son toddler! Tony] Thread 3 [Teil 2.6 vom 22.07] |
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Hi,
herzlichen Glückwunsch zum 3. und danke für die PN. Schöner neuer Teil, besonders niedlich war die Geschichte um Abby und wenn ich raten sollte, würde ich sagen Stillwater wir kommen.
LG und bis zum nächsten Teil
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23.07.2010 17:44 |
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engelsaugen

NCIS Mitglied


Dabei seit: 28.02.2009
Beiträge: 207
Herkunft: NRW
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| RE: You and Me [Father/Son toddler! Tony] Thread 3 [Teil 2.6 vom 22.07] |
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Ich finde es super schön das du Abby mit in diesen Abschnitt eingebaut hast!!! Auch die Maske vor dem kleinen Tony!!!!
Ich liebe diese Geschichte!!!!
Ich an Gibbs stelle hätte auch arge bedenken meinen Jungen mit anderen Kindern aus dem Krankenhaus spielen zu lassen, nach dem was sie alles hinter sich haben!!!
Ich hoffe es geht ganz bald weiter!!!
Danke auch für die PN.....
GGGGGLG
engelsaugen
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23.07.2010 18:45 |
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nats

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Dabei seit: 23.04.2009
Beiträge: 150
Herkunft: deutschland... NRW
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Yeah..
es geht endlich weiter
Tony und Abby sind auch zu niedlich.
besonders das Abby ihm Fred mitgebraahct hat. <3
Hmm vll. könnte ja jetzt noch passieren das
Tony aus dem Krankenhaus ausbricht und alle
ihnn suchen. Das wäre i.wie so eine Tony- Aktion.
Und es wäre echt cool.
LG NATS
__________________ ... und wir sehen wie sich das McGee langsam vom Wasserloch entfernt...
NCIS Freak
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23.07.2010 19:50 |
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Tony D.

NCIS Mitglied


Dabei seit: 03.01.2008
Beiträge: 192
Herkunft: na hier xD(niedersachsen)
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| RE: You and Me [Father/Son toddler! Tony] Thread 3 [Teil 2.6 vom 22.07] |
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hey,
wieder echt klasse geworden das kapitel.
echt süüß das mit fred , ne tolle idee.^^
An Tonys stelle würd ich auch ganz schnell nach hause wollen.
schreib schnell weiter.
LgKaddi
__________________

Meine FF:Ich schaff das nicht mehr
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24.07.2010 20:35 |
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Moni40onair

NCIS Routinier
 

Dabei seit: 15.02.2010
Beiträge: 376
Herkunft: Bayern
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| RE: You and Me [Father/Son toddler! Tony] Thread 3 [Teil 2.6 vom 22.07] |
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Hi,
ja, ich hoffe auch, dass bei dem geplanten Besuch bei Tonys Großvater nichts mehr dazwischen kommt.
Endlich geht es bergauf mit dem Kleinen, ich hoffe, dass er bald wieder völlig fit ist und Jethro wieder auf Trab hält.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
__________________ LG Moni
Ziva:..for what? - Tony:..For you!
Meine FF Spur des Geldes + RUSSISCHES ROULETTE
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25.07.2010 01:22 |
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ziva-ute

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Dabei seit: 31.12.2009
Beiträge: 215
Herkunft: deutsch
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RE: You and Me [Father/Son toddler! Tony] Thread 3 [Teil 2.6 vom 22.07] |
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Hallo,
es ist schön, das es Tony besser geht.
Und ich finde es auch gut, das er nicht gleich wieder herumtolld.
Krank sein dauert nun mal. Manche Schreiber vergessen sowas.
Die Geschichte mit Fred war einfach klasse.
Da mußte man schmunzeln, was Kindern so einfällt.
Hast Du ganz toll beschrieben.
Bin gespannt, wie Tony sich in der Spielecke benimmt. Ich hoffe doch, Du schreibst darüber.
Gruß, Ute
__________________ Und Tschüs
Ute
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08.08.2010 18:17 |
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ElmoVsBibo

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Dabei seit: 23.12.2009
Beiträge: 428
Herkunft: Sesamstraße
Themenstarter
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Es geht endlich weiter
Das letzte Kapitel des zweiten Teils ist fertig. Das nächste ist dann der Anfang von Teil 3;D
Aber jetzt erst einmal vielen, vielen, vielen Dank und viel Spaß!!!
*alleumknuddel*
__________________
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14.08.2010 21:41 |
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engelsaugen

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Dabei seit: 28.02.2009
Beiträge: 207
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| RE: You and Me [Father/Son toddler! Tony] Thread 3 [Teil 2.7 vom 14.08] |
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Was für eine Freude am frühen Morgen oder zur späten Nacht, deine Geschichte weiter lesen zu dürfen....
Ich freu mich riesig darüber...... aber wenn es jetzt quasie die form vom ende der zweiten Staffel geben wird, da Ari in deiner geschichte auftaucht.... was passiert dann bloss mit dem kleinen Tony.... jetzt wo er auch noch Asthma hat.....
oh man, ist das alles spannend!!!
Freu mich auf jeden Fall jetzt schon auf eine grandiose Fortsetzung von dir!!!!
Danke auch für die PN!!!
GGGGLG
engelsaugen
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15.08.2010 03:27 |
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NCIS-Girl24

NCIS Routinier
 

Dabei seit: 16.05.2009
Beiträge: 543
Herkunft: Deutschland
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Hi!
Super, dass es weitergeht!!!
Du beschreibst den kleinen Tony wirklich niedlich, besonders was seinen sozialen Umgang mit anderen Kindern angeht. Es ist schreckliche, dass er in so jungen Jahren schon Astma hat, aber davon lässt er sich mit Sicherheit nicht unterkriegen.
Toll gemacht! Ich warte schon gespannt auf den nächsten Teil.
__________________ Meine FF "Schreckliche Weihnachten"
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15.08.2010 12:10 |
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Ferchi
NCIS Routinier
 

Dabei seit: 26.02.2007
Beiträge: 892
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| RE: You and Me [Father/Son toddler! Tony] Thread 3 [Teil 2.7 vom 14.08] |
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Hi,
schön, dass es Tony endlich besser geht. Aber musstest Du ihm jetzt auch noch Asthma verleihen, obwohl bei der Schwere des Keuchhustens, war es eigentlich abzusehen!
Wie es im Dritten bzw. mit wem es im Dritten Teil weiter geht, kann ich mir ja denken. Aber wenn Ari Tony etwas antut ...!
Bin gespannt, wie es weiter geht. LG
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15.08.2010 14:01 |
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Moni40onair

NCIS Routinier
 

Dabei seit: 15.02.2010
Beiträge: 376
Herkunft: Bayern
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| RE: You and Me [Father/Son toddler! Tony] Thread 3 [Teil 2.7 vom 14.08] |
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Hey,
so, jetzt kommen neben den privaten Problemben mit der Krankheit Tony's auch noch berufliche dazu: Ari! Ich bin schon gespannt, wie du das weiterspinnst. Das Auftauchen war ja an eine richtige Fernsehfolge angelehnt. Auf jeden Fall hört es sich interessant an.
Ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung.
__________________ LG Moni
Ziva:..for what? - Tony:..For you!
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16.08.2010 10:57 |
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ChTDinozzo

NCIS Mitglied

Dabei seit: 10.11.2008
Beiträge: 217
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| RE: You and Me [Father/Son toddler! Tony] Thread 3 [Teil 2.7 vom 14.08] |
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Schön dass es Tony besser geht
.... der arme hoffentlich muss er nicht zu sehr unter dem Asthma leiden ... obwohl ich mir vorstellen könnte, dass du es in verbindung mit Ari nochmals bringen wirst???? hmmm wir werden sehen.
Ich fand es witzig, dass du es an die Folge nach Todeskuss eingespannt hast hat mir gut gefallen
Ich hoffe du lässt uns nich zuuuuuuuu lange zittern wie es weitergeht.
__________________ Semper Fi
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16.08.2010 16:22 |
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ziva-ute

NCIS Mitglied


Dabei seit: 31.12.2009
Beiträge: 215
Herkunft: deutsch
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RE: You and Me [Father/Son toddler! Tony] Thread 3 [Teil 2.7 vom 14.08] |
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Hallo,
oh, das war ja dramatisch. Nun hat Tony also Astma. Schlimm.
Aber der Clou war Ari.
Wie läßt Du diese Geschichte enden?
Das wir auf jeden Fall spannend.
Macht weiter so.
Gruß, Ute
__________________ Und Tschüs
Ute
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16.08.2010 23:36 |
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Michi

Moderatorin
   

Dabei seit: 14.09.2005
Beiträge: 4.086
Herkunft: Österreich
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Huhu
Mann, du ersparst Tony wirklich rein gar nichts
Der arme Junge. Jetzt ist er halbwegs gesund, dafür hat er Asthma. Ich hoffe, dass sich das wieder legt. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und es ist wirklich schön zu lesen, wie sich Gibbs so um Tony kümmert. Jetzt steht ihrem Besuch bei Jackson praktisch nichts mehr im Weg. Wehe, du dichtest ihm noch irgendeine Krankheit an
glg, Michi
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18.08.2010 12:39 |
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SummBienchen

NCIS Routinier
 

Dabei seit: 28.07.2007
Beiträge: 383
Herkunft: Wiesloch
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Hallo,
du machst mit dem armen Gibbs aber auch Sachen....
Erst die Beinahe-Entführung auf dem Spielplatz, dann der Angriff daheim, der Keuchusten, die Lugenentzündung, der Asthmaanfall und zu allem Überfluss auch noch Ari. Du lässt den beiden aber auch keine ruhige Minute, oder??
Ich bin dafür, dass Gibbs es macht wie in den ganzen Actionfilmen: dem Bösen eins über die Rübe ziehen (bei Ari aber eher ein gezielter Schuss) und schon ist das Problem gelöst. Aber vermutlich wirst du es nicht so "einfach" machen und ich bin schon sehr gespannt darauf was du dir so überlegt hast.
LG Sandra
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18.08.2010 21:20 |
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ElmoVsBibo

NCIS Routinier
 

Dabei seit: 23.12.2009
Beiträge: 428
Herkunft: Sesamstraße
Themenstarter
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Hey
vielen, vielen, vielen Dank für die tollen Reviews!!
Es geht los. Teil 3 ist on;D Ich hoffe wirklich dass er euch gefällt.
Vielleicht hätte ich es anders schreiben können, sodass Tony bei seinem Vater bleibt. Aber das war für mich irgendwie die logischste Lösung und dass Gibbs, nach dem Bild dass ich von ihm habe, tun würde.
Ich hoffe es gefällt euch!?;D
Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß!!!
*alleknuddel*
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22.08.2010 23:13 |
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