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Zum Ende der Seite springen Ziva David / Cote de Pablo: Kurze Frage - kurze Antwort 7 Bewertungen - Durchschnitt: 9,437 Bewertungen - Durchschnitt: 9,437 Bewertungen - Durchschnitt: 9,437 Bewertungen - Durchschnitt: 9,43
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Ziva Ziva ist weiblich
NCIS Routinier


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Lampe Ist Ziva (praktizierende) Jüdin? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ich bin etwas verwirrt.Ziva trägt eine Kette mit einem Davidsstern,was darauf hindeutet,dass sie religiös ist.Aber sie scheint sich nicht um jüdische Speisevorschriften zu kümmern,sonst würde sie nicht ohne nach zu fragen das selbe essen wie Tony und McGee.Ich kenne mich nicht wirklich gut mit der jüdischen Religion aus,aber ich weiß,dass die Vorschriften für koscheres Essen sehr streng sind.

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11.04.2006 19:38 Ziva ist offline E-Mail an Ziva senden Beiträge von Ziva suchen Nehmen Sie Ziva in Ihre Freundesliste auf
ramoniciu ramoniciu ist weiblich
NCIS Routinier


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Hi,

viel kann ich dir zu dem Thema nicht sagen außer:

ACHTUNG KLEINER SPOILER FOLGT!!







in einer weiteren Folge der 3 Staffel die hier noch nicht gelaufen ist......sind sie in einer Art Lokal.....und auf dem Tresen steht ein großes Glas mit eingelegten Schweinefüssen.......Tony meint zu Ziva sie sollte das mal probieren......Ziva verzieht daraufhin das Gesicht und sagt "Nein danke, das ist nicht gerade koscher"

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von ramoniciu: 11.04.2006 20:01.

11.04.2006 20:00 ramoniciu ist offline E-Mail an ramoniciu senden Homepage von ramoniciu Beiträge von ramoniciu suchen Nehmen Sie ramoniciu in Ihre Freundesliste auf
kleineklara
NCIS Ermittler


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Ich denke mir, das man gerade beim jüdischen Glauben stark unterscheiden muss, zwischen "Normalgläubigen" und orthodoxen Juden.

Die "Normalgläubigen" (hört sich blöd an, ich weiss aber nicht wie ich es anders ausdrücken soll), leben zwar nach den Regeln des Talmut, aber sind sicherlich so realistisch, dass sie sich im realen Leben mit der Koexistenz anderer arrangieren können.

Wohingegen die orthodoxen Juden, die strenggläubigen also, streng nach dem Talmut leben. Und da wäre es mit Sicherheit nicht möglich gewesen, dass Ziva mal eben bei Tony abbeißt.

Und wer weiss, was der Kerl in seinem Borrito drin hatte?!!!

Gruss
Klarissa
11.04.2006 20:27 kleineklara ist offline E-Mail an kleineklara senden Beiträge von kleineklara suchen Nehmen Sie kleineklara in Ihre Freundesliste auf
Agent_Daphne Agent_Daphne ist weiblich
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schließe ich mich kleineklara an. das denke ich auch.

was den spruch mit dem koscher betrifft... muss nicht unbedingt was bedeuten, denn das "etwas nicht koscher ist" ist mittlerweile ja im normalen alttag auch schon oftmals sprachgebrauch

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11.04.2006 20:39 Agent_Daphne ist offline E-Mail an Agent_Daphne senden Homepage von Agent_Daphne Beiträge von Agent_Daphne suchen Nehmen Sie Agent_Daphne in Ihre Freundesliste auf
Alycia Alycia ist weiblich
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Ich denke, die "modernen" Juden (klingt jetzt auch doof, der Ausdruck) sehen daß nicht soooo eng. Ich kenne mich da jetzt auch nicht ganz so gut aus, aber strenggläubige Juden haben z.B. zwei Kühlschränke, weil bestimmte Speißen nicht nebeneinander aufbewahrt werden dürfen (z.B. Fleisch nicht mit Milch o.ä.)

Ist doch bei den Katholiken auch nicht anders. Die einen essen am Freitag grundsätzlich kein Fleisch, andere eben schon. Wobei man dazusagen muß, daß das Judentum da doch sehr viel strengere Vorschriften hat als die katholische Kirche (sollte man gar nicht glauben Augenzwinkern )

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11.04.2006 20:41 Alycia ist offline E-Mail an Alycia senden Beiträge von Alycia suchen Nehmen Sie Alycia in Ihre Freundesliste auf
probie probie ist weiblich
NCIS Routinier


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Lampe schwierige Frage Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

*nachdenk* Eine sehr komplizierte Frage, die Du da gestellt hast. Und wenn ich ehrlich bin, dann weiss ich nicht, wo ich bei Ziva die Linie ziehen würde.


Vorsicht, es folgt ein Roman *~*~*~*~* Vorsicht, es folgt ein Roman


Als Grundlage für diese Diskussion oder Frage muss man wissen, das Israel keine Verfassung hat. Das Judentum ist Staatsreligion, andere Religionen sind genauso erlaubt.
Man unterscheidet bei den Juden zwischen Orthodoxi, laizistischen Juden und atheistischen Juden.

Die Vorstellung der Orthodoxi ist eigentlich ganz einfach: Solange es auf der Erde einen einzigen Juden gibt, der die Sabbatruhe nicht respektiert, kann der Messias nicht erscheinen und die Welt erlösen. Deshalb verlangen sie die genaue Anwendung der Regeln aus dem Talmut.
Die Männer erkennt man an ihren langen Bart und schwarzen Hut. Frauen und Kinder tragen entweder Kopftuch oder auch schwarze Kopfbedeckung.
Die Orthodoxi leben ihre Religion in der strengsten Form aus und träumen von einem Großisrael, wie es den Juden in der Bibel versprochen wurde. Sie wollen und dulden keine Palästinenser (also die arabischen Muslime) in ihrem Land und versuchen dieses Vorhaben auch mit Gewalt umzusetzen.

Die laiszistischen Juden wiederum - als die, die nicht streng orthodox sind - tragen die Kippa (die Männer und Jungen nach ihrem 14. Lebensjahr), während die Frauen keine Kopfbedeckung tragen müssen.
Die Laizisten glauben an die bürgerlichen Rechte ihres Landes und achten sie, berücksichtigen aber nicht bei allen was sie tun, ihre Religion.

Das Wort Atheismus bedeutet, dass man nicht an einen Gott glaubt.

Für die Juden war Jesus Christus zum Beispiel kein gott (obwohl er in der Bibel als König der Juden bezeichnet wird), sondern bloß ein Prophet, wie es schon einige gegeben hat.

Die zehn Gebote bilden das Herz des Judentums - daran glauben sowohl die laizistischen Juden, die atheistischen Juden als auch die Orthodoxi.
Das erste Gebot besagt, dass man keinen Gott außer den Ewigen lieben soll. Das zweite Gebot besagt, dass man kein Gottesbild und sich keine Darstellung von ihm machen soll. Das dritte Gebot verlangt, den Namem des Herrn nicht zu mißbrauchen.
Das vierte Gebot ist das wichtigste Gebot der Juden: "Gedenke den Sabbat, denn er ist heilig! Sechs Tage lang darfst Du arbeiten, aber der siebte Tag ist ein Ruhetag und dem Herrn, Deinem Gott, geweiht."
Das fünfte Gebot der Juden besagt, dass die Juden Vater und Mutter ehren sollen, damit man lange lebt in dem Land, dass Gott ihnen gegeben hat. Das sechste Gebot besagt, dass man nicht morden soll.
Die vier anderen Gebote verbieten, die Ehe zu brechen, zu stehlen, falsches Zeugnis abzulegen und etwas zu begehren, dass einem anderen gehört.

Die Juden glauben, dass wenn sie die Offenbarung des Ewigen nicht annehmen, wenn sie also zum Beispiel die zehn Gebote nicht achten, nicht in der Lage sein werden, zu verstehen, dass sie nicht der Ewige sind und dass, solange sie diese Regeln nicht praktizieren, weiterhin auf ihren Messias warten müssen.

Okay... Wie eben schon erwähnt, besteht das Judentum also aus den zehn Geboten und insbesondere dem Sabbat.
Der Sabbat beginnt am Freitag abend bei Sonnenuntergang und bis zum Samstagabend um die gleiche Zeit jegliche Tätigkeit eingestellt. Das ist der Sabbat, der sehr ernst genommen wird. Die Gläubigen, das heisst die praktizierenden Juden, wollen die religösen Grundsätze anwenden, nach denen der Jude sich während des Sabbats dem Beten widmet, ohne Feuer zu machen, elektrischen Strom zu benutzen, kochen oder den Lift nehmen zu dürfen. Das wird streng beachtet.
Die Laizisten haben die Regeln etwas abgeschwächt, dass heisst, an Sabbat wird koscher gekocht und gegessen, elektrischer Strom benutzt. Alles andere, wie zum Beispiel Autofahren und den Lift benutzen, wird von den meisten Laizisten in Israel an Sabbat nur im Notfall praktiziert.

Die zwei weiteren Grundfesten des Judentums sind das Pessachfest und Hannukah. Aber das zu erklären, würde definitiv den Rahmen sprengen. Augen rollen

Ende des Romans *~*~*~*~* Ende des Romans


Um es zusammen zu fassen: Die laizisitschen Juden praktizieren zwar ihren Glauben, haben aber seine Regeln ihrer moderneren Lebensweise angepasst. Den meisten laizisitischen Juden ist durchaus klar, dass es sher zeitaufwendig ist, jeden Tag zum Beispiel koscher zu essen. Deswegen beschränken sie dies meist auf die drei Säulen ihrer Religion: Sabbat, Pessach und Hannukah.

Aber um zurück zu Ziva zu kommen: Da Ziva sich offen zum Judentum bekennt, indem sie den Davistern trägt, glaube ich, dass sie eine laizistische Jüdin ist. Also ihren Glauben zwar praktiziert, ihrem modernen Lebenswandel aber angepasst hat.

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12.04.2006 11:33 probie ist offline E-Mail an probie senden Beiträge von probie suchen Nehmen Sie probie in Ihre Freundesliste auf
Ziva Ziva ist weiblich
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RE: schwierige Frage Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Danke für die ausführliche Antwort! Freude Mir war bis jetzt gar nicht klar,dass es verschiedene Richtungen im Judentum gibt.

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12.04.2006 18:10 Ziva ist offline E-Mail an Ziva senden Beiträge von Ziva suchen Nehmen Sie Ziva in Ihre Freundesliste auf
probie probie ist weiblich
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RE: schwierige Frage Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Ziva
Danke für die ausführliche Antwort! Freude Mir war bis jetzt gar nicht klar,dass es verschiedene Richtungen im Judentum gibt.


verwirrt
Das waren eigentlich nur die drei wichtigsten. Es wäre etwas zuviel geworden, die restlichen Strömungen (Kabbalah usw.) auch noch zu erläutern. Augenzwinkern

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12.04.2006 18:26 probie ist offline E-Mail an probie senden Beiträge von probie suchen Nehmen Sie probie in Ihre Freundesliste auf
Josy Josy ist weiblich
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Naja, ich glaube kaum, dass sie besonders gläubig ist. Schon jobbedingt verstößt sie gegen mindestens 1 1/2 Gebote. Sie tötet. Und sie hat sogar ihren Bruder getötet. Wenn man das "Du sollst Vater und mutter ehren"-Gebot auf die ganze Familie erweitert....

Ich habe vor einpaar Monaten ein buch gelesen in dem ein Agent ein sehr gläubiger Muslim war. Ich weiß nichtmehr, wie er es genau ausgedrückt hat. Aber die Stoßrichtung war, dass er eben einpaar Gebote außer Acht lassen muss um die Erde von dem Bösen zu reinigen, dass Allah mit Sicherheit noch ne ganze Ecke mehr stört, als dass er dafür gegen einpaar Gebote verstößt.

Aber wie gesagt: ich glaube nicht, dass Ziva besonders gläubig ist. Dafür ist sie viel zu locker drauf und kümmert sich zu wenig um Vorschriften oder gar um den Verhaltenskodex der Gesellschaft.
Aber ich kann das schlecht beurteilen. Ich kann Ziva noch nicht wirklich einschätzen und vom Judentum verstehe ich sehr wenig...

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12.04.2006 20:20 Josy ist offline E-Mail an Josy senden Beiträge von Josy suchen Nehmen Sie Josy in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Josy in Ihre Kontaktliste ein
Alycia Alycia ist weiblich
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Zitat:
original von Josy:
Ich habe vor einpaar Monaten ein buch gelesen in dem ein Agent ein sehr gläubiger Muslim war. Ich weiß nichtmehr, wie er es genau ausgedrückt hat. Aber die Stoßrichtung war, dass er eben einpaar Gebote außer Acht lassen muss um die Erde von dem Bösen zu reinigen, dass Allah mit Sicherheit noch ne ganze Ecke mehr stört, als dass er dafür gegen einpaar Gebote verstößt.

Das ist die Grundlage für den Djihad, den heiligen Krieg. Der Koran sieht Gewalt im Grunde genommen nicht vor und vor allem Gewalt gegen Frauen und Kinder ist verpönt. Aber mittlerweile wird der Koran anders interpretiert und eben diese Gewalt so gerechtfertigt, daß man ja quasi nach höherem strebt, eben diesem heiligen Krieg und man somit auch nicht gegen die geltenden Gebote verstößt, wenn tötet, in Allahs Namen tötet.

Zitat:
Original von Josy:
Naja, ich glaube kaum, dass sie besonders gläubig ist. Schon jobbedingt verstößt sie gegen mindestens 1 1/2 Gebote. Sie tötet. Und sie hat sogar ihren Bruder getötet. Wenn man das "Du sollst Vater und mutter ehren"-Gebot auf die ganze Familie erweitert....

Auch da hat der Staate Israel leider seine ganz eigenen menschenverachtenden Gesetze. Es ist durchaus erlaubt, jemanden zu töten, von dem man annimmt, er könnte ein Terrorist sein (das muß nicht mal bewiesen werden, der bloße Verdacht ist ausreichend), mit Strafen muß in diesem Fall nicht gerechnet werden. Es gilt der Grundsatz :"Security is very important", eines der "Grundgesetze" des Staates. Und da dürften die religiösen Belange wohl ziemlich in den Hintergrund rücken.

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13.04.2006 00:09 Alycia ist offline E-Mail an Alycia senden Beiträge von Alycia suchen Nehmen Sie Alycia in Ihre Freundesliste auf
probie probie ist weiblich
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Lampe Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hm? Im Prinzip hast Du schon recht. Augenzwinkern Alle zehn Gebote zu befolgen, ist wirklich schwer. Aber lass es mich bitte näher erläutern. Augen rollen ich verspreche auch, es nicht allzu trocken zu machen. fröhlich

Zitat:
Original von Josy
Naja, ich glaube kaum, dass sie besonders gläubig ist. Schon jobbedingt verstößt sie gegen mindestens 1 1/2 Gebote. Sie tötet. Und sie hat sogar ihren Bruder getötet. Wenn man das "Du sollst Vater und mutter ehren"-Gebot auf die ganze Familie erweitert....


Ich nehme mal an, dass Ihr nicht wisst, was das Wort Israel bedeutet? Israel war zunächst einmal der Name, den der Ewige seinem Volk gab. Das Wort "Israel" setzt sich aus den Wurzeln zweier hebräischer Wörter zusammen: Kampf und Gott.

Der Erste, der diesen Namen bekam, hieß Jakob. Eines Nachts träumte er von einer Leiter, die bis in den Himmel reichte und auf der Engel hinauf- und hinunterstiegen. Der Ewige war an seiner Seite und versprach ihm den Besitz des Landes. Dann musste Jakob gegen seinen eigenen Bruder, Esau, antreten.
Vom Beginn der Welt an gab es im auserwählten Volk Streit zwischen Brüdern: Kain, der Sohn Adam und Evas, tötete seinen Bruder Abel. Esau nd Jakob stritten sich. Und immer erwählte der Ewige seinen Liebling. Erst Abel, dann Jakob.
In der Nacht vor dem Kampf der beiden Brüder stieg ein Engel vom Himmel herab, der mit Jakob kämpfte und ihn an der Hüfte verletzte. Jakob wehrte sich tapfer. Als die Dämmerung anbrach und der Engel verschwinden wollte, bat Jakob ihn, er möge ihn segnen. Nach seinem Kampf mit dem Engel, den Jakob verletzt, aber siegreich überstanden hatte, bekam er von dem Ewigen den Namen Israel.
Der Engel sprach: "Nicht mehr Jakob wird man Dich nennen, sondern Israel; denn mit Gott und Menschen hast Du gestritten und hast gewonnen."Am nächsten Tag versöhnten sich Esau und Jakob. Doch der lange Kampf Israels begann, denn das Volk Israel kämpft ständig mit dem Ewigen, seinem Gott.

Zitat:
Die zehn Gebote bilden das Herz des Judentums - daran glauben sowohl die laizistischen Juden, die atheistischen Juden als auch die Orthodoxi.

Was ich mit der Geschichte oben sagen wollte, ist, dass die Juden ständig mit ihrem Gott kämpfen. Eben weil sie Menschen sind. Weil Brüder sich eben um das Erbe streiten. Weil niemand einfach so gehorcht. Weil es letzten Endes schwer ist, die zehn Gebote des Ewigen zu befolgen. Sämtliche Gebote, alle zehn auf einmal?
Die Juden wissen, dass sie noch einen weiten Weg vor sich haben und dieser Weg ist soweit, dass es einfacher ist, an einen auf die Erde gekommenen Messias zu glauben.

Zitat:
Die Juden glauben, dass wenn sie die Offenbarung des Ewigen nicht annehmen, wenn sie also zum Beispiel die zehn Gebote nicht achten, nicht in der Lage sein werden, zu verstehen, dass sie nicht der Ewige sind und dass, solange sie diese Regeln nicht praktizieren, weiterhin auf ihren Messias warten müssen.


Eigentlich wollte der Ewige, dass sein Volk vorbildlich sei und den Menschen den Weg zeige. Deswegen bezeichnen sich die Juden auch selbst gern als das auserwählte Volk. Aber man muss dieser unmöglichen Herausforderung gewachsen sein. Die Juden sehen sich selbst also als das Vorbild für die Welt - begreift Ihr, wie schwierig das ist?

*nachdenk* Okay... Wie ich bereits erwähnte, hat das jüdische Volk nach Jesus einige Messiase kommen und gehen sehen. Des öfteren behauptete in den jüdischen Gemeinden im Exil ein Berufener, der Messias zu sein: Wie einst Jesus.
Manchmal, im 16. Jahrhundert zum Beispiel, in der Zeit als die katholische Kirche dei Juden fanatisch verfolgte, endeteten sie freilich auf einem der zahlreichen Scheiterhaufen. Mitunter jedoch waren manche äußerst erfolgreich wie jener Sabbati Zivi, der sich im 17. Jahrhundert zum Messias ausrief, eine Größe unter den den Juden im europäischen Exil wurde und schließlich aus Angst vor der Inquisition zum Islam übertrat.

Und obwohl das Warten auf einen Messias nicht im Zentrum der jüdischen Religion stehe, habe doch die Vorstellung vom kommenden Messias zahlreiche Erlöser vorgebracht. Noch heute sind manche Orthodoxi davn überzeugt, dass der wahre Messias nicht mehr lange auf sich warten lasse.
Anfang der 90'er Jahre zum Beispiel wäre er beinahe in Gestalt eines sehr alten amerikanischen Rabbiners namens Menachem Schneerson mit einem Flugzeug aus New York eingeflogen. Eines Tages hatten Presseagenturen die Meldung erhalten, der Messias treffe am Abend in Israel ein. Sein Haus stehe bereit, das Ereignis würde Aufsehen erregen. Aber der angebliche Messias war nicht gekommen. Später war er zweiundneunzigjährig in Brooklyn gestorben. Noch zwei Jahre nach seinem Tod versicherten seine Anhänger wieder und wieder, Rabbi Schneerson sei nicht tot, sondern werde wiederkommen.

Das Erstaunlichste aber ist das sogenannte "Jerusalem-Syndrom". Stellt Euch etwa 300 Wirrköpfe vor - Juden und Christen - die jedes Jahr aufs Neue barfuß undin langen Gewändern durch die heilige Stadt wandern und das Ende der Zeit verkünden, denn sie sind alle der Erlöser. Es ist in Jerusalem Brauch, dass wenn man ihnen begegnet, ihnen das Wort "Mejnun" (arabisch: Verrückter) zu zurufen.
Im Allgemeinen aber sind sie nicht bösartig, aber trotzdem hat einer von ihnen eine berühmte Moschee in Ost-Jerusalem in Brand gesteckt, um das Ende der Zeit zu beschleunigen.

~*~*~*~*~


Aber um ein wenig btt zu kommen: Man könnte - basierend auf der obigen Geschichte - argumentieren, dass Ziva ihren eigenen Bruder Ari erschießen musste, weil der Ewige ihr keinen Engel geschickt hat und sie segnen ließ.

Edit um 00:32:

Zitat:
Auch da hat der Staate Israel leider seine ganz eigenen menschenverachtenden Gesetze. Es ist durchaus erlaubt, jemanden zu töten, von dem man annimmt, er könnte ein Terrorist sein (das muß nicht mal bewiesen werden, der bloße Verdacht ist ausreichend), mit Strafen muß in diesem Fall nicht gerechnet werden. Es gilt der Grundsatz :"Security is very important", eines der "Grundgesetze" des Staates. Und da dürften die religiösen Belange wohl ziemlich in den Hintergrund rücken.


Das ist ein sehr gutes Argument.
Obwohl bei diesen gezielten Tötungen die religiösen Motive durchaus nicht in den Hintergrund rücken.
Wie bereits in meinem ersten Post erwähnt, glauben die Juden - allen voran die Orthodoxi - dass es ihr gutes Recht ist, politisch motivierte Morde wie die gezielten Tötungen von hochrangien Hamas-Mitgliedern, zu begehen.
Vor allem die Orthodoxi vertreten die Ansicht, dass der Staat Israel alles nur Menschenmögliche tun muss, damit die Juden ihr Großisrael bekommen, wie es ihnen bereits ind er Bibel versprochen wurde.

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Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von probie: 13.04.2006 00:38.

13.04.2006 00:25 probie ist offline E-Mail an probie senden Beiträge von probie suchen Nehmen Sie probie in Ihre Freundesliste auf
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Dabei seit: 10.04.2006
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RE: schwierige Frage Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von probie
Man unterscheidet bei den Juden zwischen Orthodoxi, laizistischen Juden und atheistischen Juden.

Das Wort Atheismus bedeutet, dass man nicht an einen Gott glaubt.

Für die Juden war Jesus Christus zum Beispiel kein gott (obwohl er in der Bibel als König der Juden bezeichnet wird), sondern bloß ein Prophet, wie es schon einige gegeben hat.

Die zehn Gebote bilden das Herz des Judentums - daran glauben sowohl die laizistischen Juden, die atheistischen Juden als auch die Orthodoxi.



Was ich noch nicht ganz verstehe ist,wie es möglich ist,dass die atheistischen Juden nicht an einen Gott glauben,aber die 10 Gebote beherzigen.Das hört sich für mich nach einem Widerspruch an.

Und kannst du vielleicht erklären,warum bestimmte Tiere als rein und andere als unrein gelten?

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Mitglied # 42 im TIVA Fanclub
13.04.2006 00:59 Ziva ist offline E-Mail an Ziva senden Beiträge von Ziva suchen Nehmen Sie Ziva in Ihre Freundesliste auf
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RE: schwierige Frage Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hatte ich bereits erwähnt, dass Du sehr interessante Fragen stellst? Augenzwinkern Leider ist Deine Frage nach dem Atheismus nicht so leicht zu erklären, sodass Dir ein kleiner Ausflug in die Geschichte nicht ganz erspart bleibt. Augenzwinkern

Zitat:
Original von Ziva
Was ich noch nicht ganz verstehe ist,wie es möglich ist,dass die atheistischen Juden nicht an einen Gott glauben,aber die 10 Gebote beherzigen.Das hört sich für mich nach einem Widerspruch an.


Du hast recht, Atheisten glauben zwar an keinen Gott, beherzigen aber die zehn Gebote.
Ich hatte ja bereits oben die zehn Gebote der Juden etwas näher erläutert und erklärt, dass es ein Ding der Unmöglichkeit ist, alle zehn Gebote hundertprozentig zu befolgen.

Lässt man die ersten vier Gebote einmal aussen vor, sind die restlichen sechs Gebote über die letzten 2000 Jahre hinweg so sehr Teil unserer Wert- bzw. Moralvorstellung geworden, dass die meisten Menschen - egal ob und welcher Religionsgemeinschaft sie angehören - sich daran halten.
Ein Teil der Gebote wird zum Beispiel auch strafrechtlich verfolgt, wurde also in die moderne Werte- bzw. Staatsordnung mit aufgenommen.

Um aber den Atheismus an sich zu verstehen, muss ich leider einen kleinen Ausflug in die Geschichte machen: Um genau zu sein, in die Epoche der Aufklärung.
Als erstes Stichwort würde ich gern mal "Aufstand gegen die Autoritäten" anbringen. Mehrere der französichen Aufklärungsphilosphen besuchten Anfang des 18. Jahrhunderts England, in der man in mancher Hinsicht freisinniger war als auf dem Kontinent. Die englische Naturwissenschaft faszinierte sie, vor allem Newton und seine universale Physik. Aber auch die englischen Philosophen inspirierten sie, vor allem Locke und seine politische Philosophie.
Zurück in Frankreich zogen sie nach und nach gegen alte Autoritäten ins Feld. Sie fanden es wichtig, allen ererbten Wahrheiten gegenüber Skepsis zu zeigen. Sie glaubte, dass Individuum müsse selber die Antwort auf alle Fragen finden. Der Aufruhr gegen die alten Autoritäten wandte sich nicht zuletzt gegen die Macht von Kirche, König und Adel.

Der Ursprung des Rationalismus waren die empirischen Philosophen - allen voran Locke: Obwohl Locke kein konsequenter Empiriker war, hielt er zum Beispiel den Glauben an einen Gott und gewisse moralische Normen für Bestandteile der menschlichen Vernunft.
Wie die Humanisten der Antike - wie Sokrates und die Stoiker - hatten die meisten Aufklärungsphilosophen einen unerschütterlichen Glauben an die menschlische Vernunft. Das war so auffällig, dass viele die französiche Aufklärunszeit auch einfach als "Rationalismus" bezeichnen.
Die neue Naturwissenschaft hatte also festgestellt, dass die Natur vernünftig eingerichtet war. Nun hielten es die Aufklärungsphilosophen für ihre Aufgabe, auch eine Grundlage für Moral, Ethik und Religion zu schaffen, die mit der unveränderlichen Vernunft der Menschen übereinstimmte.

Dazu musst Du wissen, dass die Rationalisten glaubten, dass die absolute Aufklärung der breiten Volksschichten eine absolute Grundbedingung für eine bessere Gesellschaft sei. Nach Ansicht der Rationalisten wäre es besser gewesen, wenn sich Vernunft und Wissen erst ausgebreitet hätten. Dann hätte die Menschheit auch größere Fortschritte gemacht. Aber es war nur eine Frage der Zeit, dann würden Unvernunft und Unwissen verschwunden und eine aufgeklärte Menschheit da sein.
Dieser Gedanke hatte bis vor ein einigen Jahrzehnten in Westeuropa schon fast ein Monopol. Augen rollen

Für viele Rationalisten zum Beispiel war die Frage, ob der Mensch eine unsterbliche Seele hat keine Frage des Glaubens, sondern der Vernunft.
Wovon die Aufklärungsphilosophen das Christentum befreien wollten, waren die vielen unvernünftigen Dogmen oder Glaubenssätze, die im Laufe der Kirchengeschichte auf Jesu schlichte Verkündung aufgepfropft worden waren. verwirrt
Aber machen wir es kurz: Die Aufklärungsphilosophen haben sich also nicht mit ihren theoretischen Ansichten über den Platz des Menschen in der begnügt. Sie kämpften aktiv für das, was sie als die "natürlichen Rechte" der Bürger bezeichneten. In Bezug auf Religion, Moral und Politik musste dem Einzelnen also das Recht zugesichert werden, frei zu denken und auch seine Ansichten auch zum Ausdruck zu bringen.
Das Prinzip der "Unverletzlichkeit des Einzelnen" schlug sich schließlich in der "Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte" nieder, die im Jahre 1789 von der französichen Nationalversammlung verabschiedet wurde. Diese Erklärung der Menschenrechte ist heute eine wichtige Grundlage für jede moderne Ziviliation bzw. jeden modernen Staat, fand aber ihren Ursprung aber in einem Teil der zehn Gebote. Augenzwinkern

Du siehst: Die Wurzel des Atheismus lag also in der Epoche der Aufklärung und verbreitete sich dann ziemlich schnell.
Dennoch praktizieren viele Atheisten - ob es nun Juden oder Christen sind - weiterhin ihre Feiertage (bleiben wir einfach weiter bei Pessach/Ostern und Hannukah/Weihnachten), lassen den religiösen Aspekt aber aussen vor.
Hm? Vielleicht wäre ein Beispiel besser, um es nähr zu erläutern... Augen rollen

Okay... Ein guter Freund von mir ist christlicher Atheist, dass heisst, er wurde getauft und wuchs nach christlichen Wertvorstellungen auf. Allerdings praktiziert er seinen Glauben nicht, weil er eben nicht an einen Gott oder allgemein an eine höhere Macht glaubt.
Damit meine ich, dass er weder regelmäßig die Kirche besucht, er betet nicht zu einen Gott, an den er nicht glaubt,trägt keine Glaubensbekenntnisse um den Hals usw. Ich hoffe, Du verstehst,worauf ich hinaus will.
Dennoch feiert er wie alle anderen Europäer - also aus unserem Kulturkreis - zum Beispiel das Osterfest oder das Weihnachtsfest: Lässt den religiösen Aspekt aber aussen vor und genießt schlichtweg die freien Tage im Kreise seiner Lieben und die vielen Geschenke.
Genauso ist es mit dem christlichen Sabbat: dem Sonntag.
Worauf ich hinaus will: Über jahrhunderteweg wurden die Menschen im christlichen Glauben erzogen und lebten seine Werte. Mit der Epoche der Aufklärung und des Wissens auch für die normalen Bürger änderte sich dies und jedem einzelnen Individuum bleibt jetzt selbst überlassen, ob und an welchen Gott er glauben will oder nicht. Dennoch sind diese Feste Tradition, die die meisten ausgiebig pflegen. Augenzwinkern

Zitat:
Und kannst du vielleicht erklären,warum bestimmte Tiere als rein und andere als unrein gelten?


So ganz habe ich das mit den reinen und unreinen Tieren nicht verstanden. Augen rollen Aber fangen wir ganz von vorn an:

Mehadrin ist ein Begriff aus der Kashrut, dem jüdischen Speisegesetz. Die Ansichten in Bezug auf Kashrut sind im Judentum so vielfältig wie die verschiedenen Strömungen, und so kommt das, was der eine Jude als koscher betrachtet, für den anderen unter keinen Umständen auf den Tisch. Man kann also davon sprechen, dass jeder Jude seinen eigenen Mindestanspruch in Bezug auf Kashrut hat.
Der Begriff koscher kommt aus dem Hebräischen und bedeutet soviel wie "rein", "tauglich" oder auch "geeignet".

Der Begriff wird für zahlreiche Dinge des jüdischen Lebens und der Tradition verwendet. Umgangssprachlich wird vor allem als koscher bezeichnet, was nach den jüdischen Speisevorschriften als rituell rein erlaubt gilt. Der Gegensatz dazu heißt treif, treife (auf Fleisch bezogen), oder auch tame: rituell unrein.

Koscher bedeutet erstens den Verzicht auf den Genuss von Tieren, die in der Tora verboten sind, wie z. B. Schweinefleisch und Meeresfrüchte. Zweitens müssen koschere Tiere den rituellen Vorschriften entsprechend geschlachtet, d.h. geschächtet werden. Drittens darf milchiges und fleischiges Essen nicht zusammen gegessen oder mit demselben Geschirr zubereitet werden. Man muss eine gewisse Zeit warten, bis das Essen verdaut wurde. Dazu gibt es örtlich unterschiedliche Bräuche. Das Verbot des Mischens von Milch- und Fleischprodukten geht auf die Bestimmung zurück: "Du sollst das Böcklein nicht in der Milch seiner Mutter zubereiten." Diese Vorschrift erscheint dreimal in der Bibel: zweimal im 2. Buch Mose, und einmal im 5. Buch Mose.

Jüdische Speisevorschriften
Jüdische Kochtipps/Kochrezepte
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Falls Du tiefer gehende Fragen zur koscheren Ernährung hast, die der erste Link nicht beantworten kannst: Für deren Forum brauchst Du nicht gereggt sein und man bekommt in der Regel ziemlich schnell Antwort.

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Hallo Probie!!!

Ich muss mal ehrlich sagen, HUT AB, was du da alles schreibst ist Wahnsinn und irre interessant!!!!! Kannst ruhig weitermachen! Ich interessiere mich sehr für Religions- und Kulturgeschichte und verschlinge gerade deine Posts!!!
Darf ich fragen, was du beruflich machst oder ist sowas nur dein Hobby ( bei mir isses das *g*)

Bist bestimmt ne interessante Gesprächsparterin Augenzwinkern

Wink

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Zitat:
Original von BlueHawkGibbs
Darf ich fragen, was du beruflich machst oder ist sowas nur dein Hobby ( bei mir isses das *g*)


Augen rollen
Drücken wir es mal so aus *g*: Mein erlernter Beruf hat nicht im mindesten etwas mit Religion zu tun. Augenzwinkern

<-- übte mit Unterbrechungen stinknormale, langweilige Bürojobs aus Augen rollen

Die Frage nach der Religion ist schon schwerer zu beantworten: Ich engagiere mich ehrenamtlich hier in meiner Heimatstadt für den "Fremde-werden-Freunde"-Stammtisch. Das ist eine Plattform für Völkerverständigung. Augenzwinkern

Mein Hobby ist nicht die Religionswissenschaft, sondern eher die Philosophie. Augenzwinkern

Zitat:
Original von BlueHawkGibbs
Bist bestimmt ne interessante Gesprächsparterin Augenzwinkern
Wink


Glaube ich eher weniger. Augenzwinkern
Ich lebe nach dem Standpunkt: Man muss nicht immer alles sagen, was man weiss. Augen rollen

Im Ernst? Die meisten aus meiner Familie oder meinem Freundeskreis können mir selten folgen, wenn ich einmal angefangen habe. Augenzwinkern ^^
Von daher spreche ich selten über das, was ich weiss.

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Augen rollen
Drücken wir es mal so aus *g*: Mein erlernter Beruf hat nicht im mindesten etwas mit Religion zu tun. Augenzwinkern

<-- übte mit Unterbrechungen stinknormale, langweilige Bürojobs aus Augen rollen

Die Frage nach der Religion ist schon schwerer zu beantworten: Ich engagiere mich ehrenamtlich hier in meiner Heimatstadt für den "Fremde-werden-Freunde"-Stammtisch. Das ist eine Plattform für Völkerverständigung. Augenzwinkern

Das hört sich interessant an, ich selber bin seit fast 10Jahren bei uns in der Kirchengemeinde als Jugendbetreuerin ehrenamtlich tätig, Konfirmandenfreizeiten, Zeltlager etc pp und arbeite als Nachhilfelehrerin nebenbei, um etwas Geld zu haben Augenzwinkern

Glaube ich eher weniger. Augenzwinkern
Ich lebe nach dem Standpunkt: Man muss nicht immer alles sagen, was man weiss. Augen rollen

Och doch, ich denke n Gespräch könnte durchaus erhellend sein...*g*

Im Ernst? Die meisten aus meiner Familie oder meinem Freundeskreis können mir selten folgen, wenn ich einmal angefangen habe. Augenzwinkern ^^
Von daher spreche ich selten über das, was ich weiss.[/quote]

Hmmm ist bei mir ähnlich, ich werde im Freundeskreis liebevoll "Schlaubie" genannt großes Grinsen und wenn wir mal Cranium, Trivial Pursuit oder Tabu spielen, wollen die meisten gerne in meiner Mannschaft sein *lol*
naja und n Lehererjob hilft nicht grad beim Klappe-Halten.... großes Grinsen


Also mach weiter so und nur nicht zu bescheiden sein! Wink

....sorry, das Zitieren hat nicht ganz geklappt Augen rollen

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Ich stimme BlueHawkGibbs zugroßes Grinsen eine Posts sind wirklich sehr interessant.Ich interressiere mich grundsätzlich für alles,an das andere Menschen glauben,weil das ein wichtiger Schritt zum Verständis ihres Charakters und ihrer Beweggründe ist.
Ich weiß selbst einiges über die Philosophie der Aufklärung,auch wenn ich keine solche Expertin bin wie du. Augenzwinkern Ich hatte nur Deutsch-Leistungskurs und da haben wir die philosophischen Strömungen,die den einzelnen Literatur-Epochen zugrunde liegen, behandelt.So weit ich weiß,schließt die Aufklärung den Glauben an einen Gott nicht prinzipiell aus.Wie du erläutert hast,lehnte sich die Aufklärung gegen religiöse Dogmen auf.Die Anhänger der Aufklärung wollten sich von der Institution Kirche lösen,nicht von dem Glauben an ein höheres Wesen.Ich sehe diese Haltung also nicht als Atheismus.Ich weiß nicht,wie die Philosophen der Aufklärung zu den 10 Geboten standen,vermute aber,dass sie sich nicht an sie gebunden fühlten,aber die meisten doch befolgten,weil das dem entsprach,was sie als vernüftig sahen.Denn außer den 3 Geboten,die sich auf das Verhalten der Menschen Gott gegenüber beziehen, regeln die Gebote einen vernüftigen und respektvollen Umgang der Menschen untereinander.

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erstes Zitat von Alycia, zweites Zitat von Probie:
Zitat:
Zitat:
Auch da hat der Staate Israel leider seine ganz eigenen menschenverachtenden Gesetze. Es ist durchaus erlaubt, jemanden zu töten, von dem man annimmt, er könnte ein Terrorist sein (das muß nicht mal bewiesen werden, der bloße Verdacht ist ausreichend), mit Strafen muß in diesem Fall nicht gerechnet werden. Es gilt der Grundsatz :"Security is very important", eines der "Grundgesetze" des Staates. Und da dürften die religiösen Belange wohl ziemlich in den Hintergrund rücken.


Das ist ein sehr gutes Argument.
Obwohl bei diesen gezielten Tötungen die religiösen Motive durchaus nicht in den Hintergrund rücken.
Wie bereits in meinem ersten Post erwähnt, glauben die Juden - allen voran die Orthodoxi - dass es ihr gutes Recht ist, politisch motivierte Morde wie die gezielten Tötungen von hochrangien Hamas-Mitgliedern, zu begehen.
Vor allem die Orthodoxi vertreten die Ansicht, dass der Staat Israel alles nur Menschenmögliche tun muss, damit die Juden ihr Großisrael bekommen, wie es ihnen bereits ind er Bibel versprochen wurde.

Um nochmal hierauf zurückzukommen, da hast Du völlig recht.
Nehmen wir mal die jüdischen Siedler in den Palästinensergebieten als Beispiel. Die Bibel ist das Grundgesetz für diese Siedler. Die Versprechen Gottes im 1. Buch Mose begründen den Anspruch auf "Erez Israel", so glauben sie. Was macht es, daß es für Gewalttätigkeiten im 1. Buch Mose keine Belege und keine Rechtfertigung gibt? Aber wenn göttliche Auserwähltheit und strenger Gehorsam erst einmal zur obersten Maxime geworden sind, dann gibt es kein Halten mehr. Nach dem Buch Josua soll das Land Kanaan von den Israeliten mit der "Schärfe des Schwertes" erobert werden. Das rechtfertigt jegliche nationalistische Gewalt und sogar politische Morde.

Daß das so ist, beweist ja der Nahost-Konflikt leider ziemlich deutlich. Und Israel ist da schon lange nicht mehr nur ein Opfervolk, sondern auch ein Tätervolk geworden.

Du sprichst in Deinem Zitat Großisrael an. Das erinnert mich an etwas...war da nicht mal was mit Großdeutschland.......?
Ich persönlich finde diese Entwicklung mehr als bedenklich.

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13.04.2006 18:27 Alycia ist offline E-Mail an Alycia senden Beiträge von Alycia suchen Nehmen Sie Alycia in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von Ziva
Ich hatte nur Deutsch-Leistungskurs und da haben wir die philosophischen Strömungen,die den einzelnen Literatur-Epochen zugrunde liegen, behandelt.So weit ich weiß,schließt die Aufklärung den Glauben an einen Gott nicht prinzipiell aus.Wie du erläutert hast,lehnte sich die Aufklärung gegen religiöse Dogmen auf.Die Anhänger der Aufklärung wollten sich von der Institution Kirche lösen,nicht von dem Glauben an ein höheres Wesen.Ich sehe diese Haltung also nicht als Atheismus.


Deswegen oben auch mein Querverweis auf Sokrates und seinen Schüler Platon, die Stoiker und letztendlich die Empiriker, die maßgeblich daran beteiligt waren, dass der Gott der Philosophen nicht gleich die religiöse Gottheit ist.
Wenn die Philosophen eines aus der Geschichte gelernt haben, dann das, dass man den Boten schlechter Nachrichten immer den Kopf abhackte: Oder wie Sokrates den Schierlingsbecher leeren, weil er die Existenz eines religösen Gottes in Frage gestellt hat.

Aber wir reden hier immerhin von einem Zeitraum von 1700 Jahren, in denen sich der philosphische Gott (auch die Weltseele genannt) entwickelt hat und im Verständnis der Philosophen auftauchte.
Gib mir also bitte ein paar Tage, sodass ich Dir plausibel und mit Querverweisen auf die Religionen dieser Welt, die "Weltseele" erklären kann.
Icm uss zugeben, dass ich in meinem letzten Post bewusst vermieden habe , darauf genauer einzugehen und einfach nur Querverweise gegeben, sodass dieser Thread nicht allzu weit vom Thema abkommt.

<-- editiert den Post dann Augenzwinkern

Zitat:
Original von Alycia
Daß das so ist, beweist ja der Nahost-Konflikt leider ziemlich deutlich. Und Israel ist da schon lange nicht mehr nur ein Opfervolk, sondern auch ein Tätervolk geworden.


In dem Punkt würde ich gern hinzufügen, dass man nicht von ein paar Wenigen auf Viele schliessen sollte.
Wir bekommen hier in good ol' Europe nur recht wenig von der israelischen Innenpolitik mit. Das Land ist in seinem Inneren gespalten: Nicht nur zwischen den orthodoxen und den laizistischen Juden. Sondern auch zwischen Nord und Süd, Stadt und Land.

Wenn Du Israelis im Norden und in der Mitte Israels fragst, was sie von ihrer derzeitigen Situation mit den Pälästinensern halten, dann wirst Du die Antwort bekommen, dass es möglich ist, auch friedlich miteinander zu leben.
In Tel Aviv, Jaffa (grenzt unmittelbar nördlich an den Gaza-Streifen) Beer Sheva und alles weiter nördlich bis zur Grenze zum Libanon rauf, ist man der Ansicht, dass nur ein friedlicher Dialog zwischen allen drei Religionsgruppen zum Erfolg führen kann.
Ironischerweise sind das genau die Regionen, die am bevökerungsreichsten sind und am meisten unter Selbstmordattentätern leiden. Allerdings liegt der Bevölkerungsanteil der orthodoxen Juden bei etwa 30 % (wovon mehr als die Hälfte Zuwanderer aus dem Ostblock sind).

Auf der anderen Seite ist da noch Ost-Jerusalem und die besetzten Palästinensergebiete im Westjordanland. Hier liegt der Anteil der orthodoxen Juden bei mehr als 95 % (wovon mehr als die Hälfte aus dem ehemaligen Ostblock kommt).

Jetzt kommt der wirkliche tricky Part an der Geschichte: Nur etwa 2 Mio. Juden bestimmen derzeit die politische Ausrichtung ihres Landes und insbesondere die Jerusalem-Frage.
Die Orthodoxen vertreten die Ansicht, dass die heilige Stadt allein ihnen gehört und das weder Christen noch Muslime (deren heilige Stadt es ja ebenfalls ist) ein Anrecht auf Jerusalem haben.
Wenn also die Juden Jerusalem zugesprochen bekämen, dann würden die Orthodoxen wiederum den jetzigen Staat Israel in seinem bestehenden Grenzen akzeptieren und auf ihr "Großisrael" verzichten.
Ich brauche jetzt nicht zu erwähnen, dass bei der derzeitigen politischen Lage im Nahen Osten beide Lösungen einem Pulverfass gleichen und die Lunte bereits gezündet wurde.

Seit Sharons Schlaganfall lebt das Land an sich in einem Machtvakuum, welches sich die Orthodoxen nach und nach zu Nutze machen, um die Macht an sich zu reißen. Was übrigens auch die Neuwahlen im März gezeigt haben. Augen rollen
Ehjud Olmert, der designierte Nachfolger Sharons, verfügt nämlich nicht über den nötigen Einfluss in den eigenen Reihen, um die derzeitige Politik Israels auf Kurs und die religiösen Rechten im Zaum zu halten.

Wie gesagt: Wir sprechen hier immer noch von einigen Wenigen, die die Politik eines ganzen Landes bestimmen und ich glaube kaum, dass sich das westliche Ausland offen besorgt über die derzeitige Entwicklung zeigen wird.

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14.04.2006 00:05 probie ist offline E-Mail an probie senden Beiträge von probie suchen Nehmen Sie probie in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
original von probie:
Wie gesagt: Wir sprechen hier immer noch von einigen Wenigen, die die Politik eines ganzen Landes bestimmen und ich glaube kaum, dass sich das westliche Ausland offen besorgt über die derzeitige Entwicklung zeigen wird.

Das Ausland wird sich hüten, allen voran Deutschland wird sich bestimmt nicht zur Lage äußern. Wer traut sich hierzulande eine negative Äußerung über Israel und die Juden zu machen bzw. Kritik an deren Palästinenserpolitik anzubringen? Wer? Wohl nur wenige, denn ein entsetztes Aufheulen wäre die Folge, man müßte wüste Beschimpfungen über sich ergehen lassen, daß man antisemitisch und rassistisch eingestellt wäre. Der Deutsche würde wieder als alter Nazi gelten. Doch hat nicht gerade Deutschland aufgrund seiner Vergangenheit die Pflicht, sich einzumischen?
Auch wenn sich die Mehrheit der Israelis nach Frieden sehnt und auch bereit ist, auf die Palästinenser zuzugehen, so reicht der bloße Wille alleine nicht aus. Aber auch wir wissen, daß die Politik bekanntlich macht was sie will und auf die Anliegen der Leute wenig Rücksicht nimmt. Politik wird immer nur von ein paar Wenigen bestimmt und gemacht.
Die Politik Israels hat auch gerade unter Ariel Sharon einen sehr bedenklichen Weg eingeschlagen, und daß das auf Dauer nicht gutgehen kann, haben wohl mittlerweile auch zahlreiche Israelis selber kapiert. Sogar Isreals Ex-Premier Barak hatte sich einmal zu der Äußerung hinreißen lassen: "Wenn ich Palästinenser wäre, würde ich auch einer Terrororganisation beitreten."

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14.04.2006 01:32 Alycia ist offline E-Mail an Alycia senden Beiträge von Alycia suchen Nehmen Sie Alycia in Ihre Freundesliste auf
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